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Verdammt gut gelaufen

- Erotischer Liebesroman -

von Maik Harmsen

 

Kapitel 2

Herr Schmidt

Montagmorgen. Pünktlich um 9:30 Uhr erschien ich in der Firma. Nach einer kurzem Einweisung ging es los. Ich packte die neunundzwanzig Kartons, die ich ausfahren musste, in meinen Lieferwagen und fuhr los. Die Arbeit machte mir viel mehr Spaß als ich dachte. Ich lernte tatsächlich viele nette Menschen kennen. Zwei Wochen später passierte mir folgendes... Ich musste einen neuen Kunden besuchen. Es war Herr Schmidt. Ich klingelte an seiner Tür und ein älterer Herr, um die achtzig Jahre, graue und recht volle Haarpracht, kurz geschnittener grauer Oberlippenbart, rundes Gesicht und darin kaum Falten zu sehen, öffnete die Tür. Ich traute meinen Augen nicht. Das war ein Opa ganz nach meinem Geschmack. „Wie heißt du?“ wollte der alte Herr wissen. „Ich heiße Maik!“ antwortete ich ihm. „Guten Tag, Maik!“ Als er das sagte, strahlte er über sein ganzes Gesicht, so als ob er auch eine Sympathie für mich empfunden hatte. Was auch tatsächlich so war. Dann reichte mir der alte Herr seine rechte Hand zum Gruß und sagte: „Ich bin Herr Schmidt.“ Schelmisch antwortete ich ihm: „Ja..., ich weiß!“ Wortlos nahm ich die graugrüne Styropor Schachtel und packte sein Mittagessen aus. Dann sagte ich zu ihm: „Lassen Sie es sich schmecken, Herr Schmidt!“ „Danke!“ „Bis morgen, Herr Schmidt!“ „Ja, bis morgen!“ Ich drehte mich um und lief die Treppe hinab.

So ging das mehrere Tage. Eines Tages sagte Herr Schmidt zu mir: „Maik, wir kennen uns jetzt schon eine ganze Zeit und du bist mir sehr sympathisch. Ich glaube du bist ein ehrlicher, anständiger junger Mann. Ich hätte eine Bitte an dich?“ Ich sagte zu ihm: „Okay? Dann schießen Sie mal los, Herr Schmidt!“ Dann fing er an, mir zu erzählen: „Meine Frau ist vor ein paar Jahren an Krebs gestorben und seit dieser Zeit habe ich eine Zugehfrau, die mir einmal in der Woche meine Wohnung auf Vordermann bringt. Ich habe früher immer sehr gern gebadet, aber allein traue ich mich nicht mehr in die Badewanne, weil ich Angst habe nicht mehr herauszukommen. Die alten Knochen wollen halt nicht mehr so richtig. Maik, würdest du mir mal dabei helfen und mir dabei auch mal meinen Rücken abseifen?“ Ich sagte ihm, dass ich das natürlich gerne machen würde. Dann fragte er mich: „Hast du heute Abend nach Feierabend Zeit? Ich mache uns einen Kaffee und hole ein paar Kuchenstückchen. Passt es dir so gegen sechzehn Uhr dreißig?“ „Ja, das geht in Ordnung“, sagte ich ihm. Ich hatte an diesem Tag sowieso nichts vor.

Ich erschien pünktlich zur vereinbarten Zeit. Wir tranken dann Kaffee und es gab leckere Erdbeertorte. Danach ließ der alte Mann Wasser in die Wanne ein. Während die Wanne voll lief zog sich der ältere Herr aus. Ich war ihm natürlich behilflich und ich bemerkte, dass es Herrn Schmidt auch sehr gut gefiel. Als er sich schon fast vollständig entkleidet hatte, kniete ich mich vor ihm hin und sagte: „So, Herr Schmidt, jetzt noch die Stümpfe und dann noch die Unterhose.“ Er hob zuerst sein linkes Bein etwas an und ich zog ihm den Strumpf aus. Dann kam der Strumpf des rechten Beines dran. Ich legte die Strümpfe beiseite. Danach fasste ich mit meinen beiden Hände an seine weiße Unterhose, wo sich vorne ein gelber Urinfleck befand. Ich zog nun mit meinen Händen die Hose langsam herunter und warf dabei einen Blick, auf seine zum Vorschein gekommene Männlichkeit. Ich bemerkte, dass seine Männlichkeit relativ groß ausgefallen war, da hatte Herr Schmidt. bei der Vergabe der Größe wohl zweimal hier gerufen. So etwas hatte ich nicht erwartet. Ich dachte immer, dass bei alten Männer alles klein und verschrumpelt sei.

Dann stieg Herr Schmidt, in die Wanne ein und setzte sich hin. Ich bemerkte, dass er es sichtlich genoss, mir seinen Körper zu präsentieren. In der Badewanne hatte sich eine dicke Schaumkrone gebildet. Ich sah wie der Körper des alten Mannes darin verschwand. Nach einer Weile richtete er sich auf und beugte sich nach vorne. Er sagte zu mir: „Maik, kannst du mir jetzt bitte den Rücken abseifen?“ „Ja, gut!“ antwortete ich ihm. Ich nahm einen Wahlschlappen und ein Stück Seife und begann den Rücken des alten Mannes abzuschrubben. Ich fragte ihn ob ihm das gefällt und er sagte: „Ja, das machst du großartig. Maik“, als er das sagte strahlten seine Augen. Dann legte er sich wieder zurück. Die Schaumkrone auf dem Wasser hatte sich jetzt aufgelöst und ich sah nun wieder die Blöße des alten Herrn. Er sagte zu mir. „Wenn du möchtest, kannst du mir auch die Brust und den Bauch abseifen.“ Ich sagte ihm: „Na klar, mach ich doch glatt!“ Ich sah wie der alte Mann nun sein Gesäß etwas hoch stemmte und sein Bauch nun über die Wasseroberfläche ragte. Natürlich sah ich jetzt auch wieder etwas wunderschönes und prachtvolle an ihm, und er sagte zu mir: „Wenn du möchtest kannst du mir meinen Schambereich auch abseifen.“ Ich sagte zu ihm: „Wenn Sie das möchten, mache ich das gerne.“ „Ja, das möchte ich“, antwortete er mir. Ich seifte also meinen Waschlappen wieder ein und begann langsam und zärtlich diesen Teil seines Körpers einzuseifen.

Dem alten Herrn gefiel das sichtlich gut, denn er begann nun leicht zu stöhnen. „Mhmm, das gefällt mir sehr gut, Maik!“ Ich bemerkte nach kurzer Zeit, dass dort etwas passierte, etwas erweckt wurde und ich sah ihm an, dass ihm das immer besser gefiel. Er verlangte nun auch mehr und er rief mir mit zittriger Stimme zu: „Mach weiter so, Maik! Ich bitte dich darum!“ Das lies ich mir nicht zwei mal sagen und machte weiter, immer weiter... Wieder hörte ich ihn sagen: „Maik, das machst du sehr, sehr gut!“ Mir machte das sichtlich Spaß. Ich wusste, dass ich an diesem Tag einen alten Mann sehr glücklich machen konnte. Ich steigerte nun das Tempo und merkte, dass bei dem alten Herrn gleich etwas schönes passieren musste. Dann hörte ich auch schon ein Aufstöhnen von ihm. Ich hatte es geschafft, und irgendwie war ich stolz auf mich. Ich sah in seine funkelnden Augen und auch sein süffisante Lächeln auf seinen Lippen sagte mir alles, was ich wissen musste. Dann bewegten sich seine Lippen und er sagte leise und noch schnaufend zu mir. „Maik, dass habe ich ja schon lange nicht mehr erlebt. Ich danke dir!“ Ich antwortete ihm: „Es war mir ein Vergnügen, Herr Schmidt“

Dann fragte er mich: „Möchtest du nicht hereinkommen? Die Wanne ist auch groß genug für zwei!“ Ich dachte kurz darüber nach und sagte zu ihm: „Ja, warum nicht, ich hab ja noch etwas Zeit.“ Ich entledigte mich meiner Kleidung. Die vorher stattgefundene Aktion hatte mich aber sehr erregt, was Herr Schmidt wohl bemerkte. Der alte Mann schaute mich an, und sagte: „Oh, du bist ja auch ganz gut gebaut!“ Ich gab ihm zur Antwort: „Danke! Seine Natur kann keiner beeinflussen.“ Und er sagte zu mir: „Ja, dass stimmt, Maik. Man muss hinnehmen was man mitbekommen hat.“ Ich stieg in die Badewanne ein. Der Blick des älteren Herrn war nur auf meinen Schambereich fokussiert. Obwohl er ja eigentlich mehr anzubieten hatte, machte es ihm wohl sichtlich Spaß meinen jugendlichen, nackten Körper zu begutachten. Dann hörte ich ihn fragen: „Hast du eine Freundin?“ Ich antwortete ihm: „Nein, Herr Schmidt! Ich hatte noch nie eine Freundin. Ich bin also noch eine männliche Jungfrau.

Einen männlichen Körperkontakt hatte ich allerdings auch noch nicht.“ Dann wollte er von mir wissen: „Das heißt, dass du heute bei mir das erste Mal einen anderen Mann in seinem Schambereich berührt hast?“ Und ich antwortete ihm: „Ja, Herr Schmidt. Das habe ich!“ Er schaute mich staunend an und sagte zu mir: „Dafür hast du das aber schon sehr professionell gemacht“ Ich sagte ihm: „Danke! Ich habe ja auch bei mir schon fast fünfzehn Jahre geübt!“ Der alte Herr musste herzhaft lachen und sagte trocken: „Das habe ich mir schon gedacht!“ Herr Schmidt setzte sich nun aufrechter in die Badewanne, sodass ich weiter in die Wanne hineinrutschen konnte. Ich sah, dass sein Lendenfeuer auch im warmen Wasser immer noch nicht erloschen war. Meins natürlich auch noch nicht. Er fragte mich: „Maik, ich möchte, das du auch ´Du´ zu mir sagst. Mein Name ist Otto!“ „Gut, Otto“, sagte ich und er fragte mich: „Darf ich deinen kleinen Freund auch mal abseifen, Maik?“ Ich hatte nichts dagegen und sagte ihm: „Gern, Otto! Außer meiner Mutter hat das noch niemand machen dürfen.“

Ich rutschte also weiter in die Wanne hinein und legte meine Beine, jeweils rechts und links auf den Badewannenrand, sodass Otto besser an meinen Schambereich herankam. Otto nahm nun den Waschlappen und die Seife und wusch mich dort sehr gründlich ab. Als er damit fertig war, sagte er: „Ich steige jetzt aus. Du kannst noch ein wenig in der Wanne bleiben, wenn du möchtest. Ich antwortete ihm: „Okay, Otto, das mache ich noch.“ Ich stand zuerst auf und half Otto aus der Wanne. Dann legte ich mich wieder hinein.

Otto holte sich ein Badetuch und rieb seinen Körper trocken. Ich beobachtete ihn und sah, dass er für seine achtzig Jahre noch einen schönen Körper hatte, keine Krampfadern und fast keine Altersflecken. Er hatte sich wirklich gut gehalten. Otto nahm dann seinen Bademantel und zog ihn sich über. Er setzte sich auf einen Stuhl neben der Wanne. Er schaute mich an und fragte mich: „Ist das Wasser noch warm genug, Maik?“ Ich antwortete ihm: „Ja, es ist noch sehr angenehm temperiert.“ Er nahm nun den Waschlappen und sagte zu mir: „Beuge dich mal nach vorne, dann seife ich dir auch noch schnell deinen Rücken ab!“ Ich beugte also meinen Oberkörper nach vorne und er schrubbte mit dem Waschlappen auf meinem Rücken herum. Nach kurzer Zeit war er damit fertig. Ich legte mich noch mal komplett mit meinem Körper in die Wanne, um die Seife abzuspülen.

Dann sagte ich: „So, nun stehe ich auch auf, meine Haut ist schon ganz schrumpelig geworden“. Und ich hörte ihn sagen: „Warte ich rubbel dich trocken, Maik!“ Ich beobachtete wie Otto ein Badetuch holte. Ich stellte mich auf und stieg aus der Wanne aus. Da kam auch schon Otto mit dem Handtuch und legte es auf meine Schultern und begann mir den Rücken trocken zu reiben. Nach einer Weile sagte er: „So Maik, nun dreh dich mal um!“ Ich drehte mich um und er begann mir meine Brust und den Bauch trocken zu reiben. Ich empfand das als sehr angenehm und es erinnerte mich an meine Kindheit, als meine Mutter mich nach dem Bade immer trocken rubbelte. Allerdings mit dem Unterschied, dass er nun in meinem Genitalbereich herum hantierte und meine Männlichkeit plötzlich aktiv wurde. Ich hörte ihn sagen: „Du musst dich deswegen nicht schämen, Maik. Das ist doch ganz natürlich.“ Ich schaute an ihm herunter und sah, dass sein Bademantel nicht richtig verschlossen war und daraus auch seine, zu neuem Leben erwachte Männlichkeit hervorlugte.

Ich sagte zu ihm: „Was sehe ich denn da? Irgendwie kommt mir das ja bekannt vor. Wenn ich das nicht mit meinen eigenen Augen sehen würde, hätte ich es nicht geglaubt.“ Er fragte mich ganz schön selbstbewusst: „Ja, hast du denn gedacht, dass das nur bei jungen Männern so schnell wieder lebendig wird?“ Und ich konnte nur antworten mit einem: „Ja, das hatte ich eigentlich gedacht. Wenn man ältere Männer so reden hört, dann sind alle ab sechzig impotent und brauchen eine blaue Pille, wenn Mutti sie mal wieder ran lässt.“ Er schaute mir in die Augen und sagte: „Zum Glück ist das bei mir noch alles in Ordnung, wie du auch gesehen hast. Leider ist das auch die Brutalität des Lebens. Die einen können in ihrem Alter noch, haben aber niemanden mehr mit dem sie es ausleben können und die anderen können im Alter nicht mehr, hätten aber täglich die Möglichkeit dazu sich noch regelmäßig auszutoben. So..., und jetzt muss ich mich erst einmal hin setzten.“ Er gab mir das Handtuch und setzte sich auf den Stuhl neben der Badewanne.

Dann sagte er zu mir: „Komm mal her, Maik!“ Ich drehte mich zu ihm um, stand nun frontal vor ihm und ich war schon darauf gespannt, was er mir sagen wollte. Doch es passierte etwas ganz anderes, was ich nie im Leben für möglich gehalten hätte. Er fasste mich an, dort wo jeder Mann gern angefasst werden möchte. Dann legte er seinen Kopf an meinem Bauch und ich spürte eine feuchte Wärme in meinem Schritt. Hatte er etwa... nein, das hätte ich ihm nie zugetraut. Doch es war tatsächlich so und ich lies es geschehen, bis... bis sich der Traum eines jeden Mannes erfüllte. Mein Herz pochte, mein Puls raste und in meinen Lenden loderte ein Flächenbrand der nur durch einen Wolkenbruch gelöscht werden konnte. Meine Knie fingen an zu zittern und die Wollust überrannte mich. Gnadenlos. Ich schloss meine Augen, um mit meinem inneren Auge zu erfühlen, was da mit mir geschah und ehe ich mich versah war mein Pulver verschossen. Ich wusste nicht wohin, ich hatte eine Ahnung, aber es war mir auch egal. Ich konnte vor Freude schreien, unterdrückte aber doch diese Emotion. Als es vorbei war öffnete ich meine Augen und sah zu Otto herunter, der auch gleichzeitig zu mir herauf schaute. Seine Augen funkelten wie tausend Sterne und er sah glücklich und zufrieden aus. Dann sagte er zu mir: „Hat dir das gefallen, Maik?“ „Und ob! So etwas schönes habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt.“ Als ich das sagte, zitterten meine Beine immer noch.

Er stand von seinem Stuhl auf und schaute mir in die Augen, dann hörte ich ihn sagen: „Ich auch nicht, Maik! Das hätte ich mir nie im Leben vorstellen können, aber es überkam mich einfach. Ich war immer ein treuer Ehemann und bin auch nie fremd gegangen. Aber ich wollte immer das, was ich mit dir gerade gemacht habe, dass dies auch meine Frau mit mir machen sollte, aber sie lehnte das immer ab, wollte das nicht. Ich hoffe, du bist mir nicht böse. Meine Frau hätte mich glücklich machen können und nun habe ich einen Mann glücklich gemacht. Wahnsinn! Ich wusste nicht was mit mir in diesem Moment geschah, aber ich hatte diese innere Eingebung die mir zu verstehen gab – nun drück ihn doch endlich, was ich dann auch tat. Ich umarmte und drückte ihn an meinen nackten Oberkörper. So nah bin ich noch keinem Mann gekommen, außer meinem Opa und Vater. Ich merkte das ich diesen alten Haudegen mochte und vielleicht auch liebte. Ich wollte aber nicht, dass er denkt ich sei schwul, oder so etwas ähnliches. Also lies ich wieder von ihm ab, und sagte ihm: „Otto, das war ein wunderschöner Nachmittag und ich verspreche dir, dass ich mich bei dir in gleicher Form revanchieren werde, wenn du das möchtest!“ Er antwortet mir ohne zu überlegen: „Gerne komme ich auf dein Angebot zurück, Maik. Diese Erfahrung möchte ich noch gerne machen. Da es schon spät geworden war, musste ich ihm traurig sagen: „Sollst du auch, Otto. Aber leider muss ich jetzt nach Hause. Es ist schon spät geworden. Ich wasch mich noch mal schnell ab, dann muss ich aber gehen.“ Er seufzte und schaute mich auch traurig an: „Gut, Maik, das kann ich ja verstehen. So war das ja alles auch nicht geplant, aber wenn du Lust hast können wir das ja in den nächsten Tagen mal nachholen.“ „Ja, gern, Otto“, sagte ich zu ihm und zog mir meine Kleidung wieder an. Er bot mir dann noch etwas zu trinken an. Dann sagte ich zu ihm: „Bis morgen, Otto.“ Und Otto antwortete mir wehmütig: „Gut, dann bis morgen, Maik!“ Ich verabschiedete mich von Otto, indem ich ihm einen Kuss auf den Mund gab. Als ich zuhause angekommen war und spät abends im Bett lag, dachte ich noch lange über dieses wunderschöne Ereignis nach. Ich liebte diesen „Alten Kerl“ von ganzem Herzen, das wusste ich jetzt. Ich freute mich auf den kommenden Tag und konnte es kaum erwarten Otto wieder zu sehen. Dann schlief ich irgendwann ein.

Mittwochmorgen. Pünktlich um sieben Uhr rappelte mein Wecker. Ich machte einen Satz aus meinem Bett. Ich freute mich auf den heutigen Tag, wie ein Kind das auf den Weihnachtsmann wartet. Meine Essensauslieferungsroute hatte ich in der letzten Zeit schon so verlegt, dass ich bei Otto immer zum Schluss ankam. So konnte ich mir immer noch Zeit nehmen um ihm beim Essen Gesellschaft zu leisten und mit ihm ein Schwätzchen zu halten. Ich hatte Otto sehr lieb gewonnen, und Otto liebte mich wie seinen eigenen Sohn. Nach diesem Erlebnis von gestern war das nun keine Freundschaft mehr sondern ein Verhältnis. Ich freute mich den alten Herrn wieder zu sehen. Doch an diesem Tag sollte alles anders kommen …

Wie im Flug verging die Zeit. Es war kurz vor dreizehn Uhr. Ich parkte meinen Wagen wie immer vor dem Haus. Ich nahm die Kiste mit dem Essen für Otto und lief in den zweiten Stock hinauf, dort wo Otto wohnte. Ich klingelte mehrmals, doch Otto machte die Tür nicht auf. Zuerst dachte ich, das Otto vielleicht im Bad ist und das klingeln nicht hörte, doch dann öffnete sich die Tür des Wohnungsnachbarn. Ein etwa achtzigjähriger Mann kam heraus und sagte zu mir: „Herr Schmidt ist heute Nacht an einem Herzinfarkt gestorben. Wissen Sie das noch nicht?“ „Nein,“ antwortete ich. Dann sagte er weiter: „Seine Putzfrau hat ihn heute morgen leblos am Boden liegend gefunden. Sie alarmierte noch den Notarzt aber es war schon zu spät. Herr Schmidt war schon einige Stunden tot.“

Diese Nachricht traf mich wie ein Keulenschlag. Ich fragte wie in Trance den alten Mann: „Haben Sie schon zu Mittag gegessen?“ Er antwortet mir mit einem: „Nein, das habe ich noch nicht!“ Und ich sagte zu ihm: „Gut, dann gebe ich Ihnen das Essen von Herrn Schmidt. Das hat er ja schon bezahlt.“ Ich stellte den Karton auf den Boden und nahm die Aluverpackung, in dem sich das Menü befand, heraus und übergab es ihm. Er bedankte sich noch tausendmal bei mir. Ich wünschte ihm noch einen schönen Tag und sagte noch zu ihm: „Lassen Sie sich das Essen gut schmecken.“ Dann packte ich meinen Styroporkarton, drehte mich um und lief die Treppe hinunter. Ich setzte mich in mein Auto und schluchzte dann hemmungslos drauf los. Ich hatte mich so an den alten Mann gewöhnt und nun war er tot. Ich konnte das einfach nicht fassen. Man hat ihm nicht angesehen, dass er krank war, oder etwas ähnliches. Das einzige was er mir immer sagte war, dass er manchmal beim Treppensteinen immer so schwer Luft bekommt und ihm das schon manches mal schwer fällt, die Treppe nach oben zu laufen.

An diesem Tag brauchte ich nichts mehr zu essen. Ich legte mich am Abend auch schon früh ins Bett, konnte aber nicht einschlafen. Immer wieder musste ich an die schönen Stunden mit Otto denken. Dann kullerten mir wieder dicke Tränen über meine Wangen. Irgendwann betrat ich aber dann doch das Reich der Träume, bis mich mein Wecker wieder in die Realität zurück holte. Doch aufstehen wollte ich nicht. Ich hatte jeglichen Sinn in meinem Leben verloren. Dann raffte ich mich aber doch auf.

 

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