Einen Moment...

Verdammt gut gelaufen

- Erotischer Liebesroman -

von Maik Harmsen

 

Kapitel 3

Der Nachbar

Es war Donnerstagmorgen. Todmüde betrat ich das Büro. Ich hatte in der vergangenen Nacht sehr schlecht geschlafen. Ein: „Guten Morgen“, kam mir aber doch noch, zwar etwas behäbig, über meine Lippen. Dann wurde ich aber hellwach, als ich ein lautes und melodiöses: „Guten Morgen, Maiiiiiiiiiik!“ von weitem hörte. Es war eine schrille, aber merkwürdigerweise auch die freundlichste Stimme meiner Chefin, die ich je von ihr gehört hatte. Die kam auch gleich aus ihrem Büro und rannte direkt auf mich zu. „Was ist denn mit der los? Hat die etwa Drogen genommen?“, dachte ich so bei mir. Dann hörte ich sie sagen: „Maik, stell dir mal vor wir haben einen neuen Kunden bekommen und das haben wir nur dir zu verdanken!“ „Mir?“, ich hatte doch dar nichts getan, dachte ich.

Sie sagte: „Ja, dir! Heute morgen rief ein Herr Hansen an. Er ist der Wohnungsnachbar von Herrn Schmidt in der Luisenstr. 23. Du weißt schon, der Mann der nachts an einem Herzinfarkt gestorben ist.“Ich sagte zu ihr, dass ich mich daran erinnern kann. Sie erzählte weiter: „Er sagte zu mir, dass du ihm das Essen von Herrn Schmidt gegeben hast.“ Das konnte ich ja nicht leugnen, also sagte ich ihr: „Ja, das stimmt, der brauchte es sowieso nicht mehr“, ich dachte, dass ihr das missfiel, doch das Gegenteil war wohl der Fall, denn sie sagte weiter: „Im Nachhinein war das ja auch Goldrichtig von dir, denn, nun stell dir mal vor, was er mir sagte: Ihm hat das Essen so gut geschmeckt, dass er ab heute jeden Tag ein Mittagessen möchte. Ist das nicht großartig? Und er möchte, dass du ihm das ab heute bringst. Außerdem möchte er sich noch bei dir bedanken, mit einem kleinen Geschenk, wie er mir sagte.“ „Na gut, dann lass ich mich überraschen“, sagte ich ihr. Was anderes fiel mir auch nicht ein. Sie sagte weiter: „In Ordnung, Maik, dann wünsche ich dir heute einen schönen Tag und fahre vorsichtig, damit dir nichts passiert.“ Sie drehte sich um und trottete wieder in ihr Büro zurück. Ich packte dann, wie jeden Morgen, meine Essenskartons in meinen Lieferwagen und brauste los.

So gegen 13.00 Uhr kam ich in der Luisenstr. 23 an. Ich klingelte bei Herrn Hansen und dieser öffnete mir die Haustür. Seit dem Tod von Herrn Schmidt hatte ich das Haus ja nicht mehr betreten. Es war schon ein beklemmendes Gefühl als ich die Treppe hinauf lief, denn ich musste wieder an die schönen, letzten Stunden denken, die ich mit Otto verbracht hatte. Als ich oben ankam, stand Herr Hansen schon in der offenen Tür und begrüßte mich: „Komm herein, Maik! Ich darf doch ´Du´ zu dir sagen?“ Ohne zu zögern willigte ich ein und sagte zu ihm: „Na klar, Herr Hansen! Aber woher wissen Sie meinen Namen?“ „Deine nette Chefin hat ihn mir verraten“, gab er mir zur Antwort. Das hatte ich mir aber auch schon gedacht, dass sie das gemacht hatte. Es war aber auch nicht so schlimm, auch Herrn Hansen fand ich richtig nett. Ich stellte das Styroporpaket auf dem Küchentisch ab und packte das in Alufolie verpackte Menü aus. „Was gibt es den leckeres zu essen heute?“, wollte Herr Hansen wissen. Ich antwortete ihm: „Heute gibt es leckeren Eintopf mit einer Kochwurst. Lassen Sie es sich schmecken, Herr Hansen!“ „Danke , Maik!“ Ich packte den Styroporkarton unter meinen rechten Arm und lief in Richtung der Tür. Dann sagte ich zu ihm: „So, Herr Hansen, dann bis morgen.“ Ich war schon an der Tür angekommen, als er mir im Stil von „Columbo“ nach rief: „Ach..., äh..., Maik, komm doch noch mal kurz zurück. Ich habe noch etwas vergessen, was ich dir noch geben wollte!“ Ich machte also wieder kehrt und ging noch einmal in die Küche von Herrn Hansen zurück. Er hielt etwas in seiner Hand und sagte zu mir: „Ich habe doch noch ein kleines Geschenk für dich. Ich hoffe, es gefällt dir?“

Er übergab mir ein kleines Päckchen, das mit Geschenkpapier und einer Schleife umwickelt war: „Du darfst es aber erst öffnen, wenn du zu Hause bist“, und sein rechter Zeigefinger ermahnte mich auch noch dringlich davor, dies auch zu tun. Ein gequältes: „Gut, in Ordnung“, verlies meinen Mund. Ich war aber trotzdem neugierig wie ein kleines Kind, das unterm Weihnachtsbaum seine Geschenke auspacken will. Zum Glück hatte ich sowieso nicht mehr viel Zeit und so konnte ich damit leben. Ich bedankte mich bei ihm für das Geschenk, drehte mich um und ging wieder zur Tür. Er folgte mir und machte, nachdem wir uns noch einmal verabschiedetet hatten, die Tür hinter mir zu. Dann rannte ich die Treppe hinunter und fuhr meine Tour zu Ende.

Zu Hause angekommen konnte ich es nicht mehr vor Neugierde aushalten. Ich riss das Geschenkpapier auf und fand drei DVDs ohne Cover und eine Karte auf der geschrieben stand: „Lieber Maik, sei mir bitte nicht böse, das ich dir solche DVDs geschenkt habe, aber du bist noch jung und kannst dir bestimmt einige Anregungen für dein späteres Leben holen. Mit lieben Grüßen von Herrn Hansen“. Ich legte dann wahllos eine DVD in meinen DVD Player ein und war schockiert und angetan zugleich. So etwas hatte ich ja noch nie gesehen - es waren Männerpornofilme. Das was die Akteure dort machten und vollbrachten, blieb natürlich auch bei mir nicht ohne Folgen, in Form einer körperlichen Reaktion. Ich schaltete erst einmal den Player aus, um nicht in die Versuchung zu kommen jetzt schon etwas zu tun, was ich erst vor dem Schlafengehen machen wollte. Da ich danach immer wunderbar einschlafen kann. Also machte ich mir erst einmal das Abendessen, danach schaute ich noch etwas fern.

Als es Zeit zum Schlafengehen war, zog ich mir meinen Schlafanzug an, legte mich auf meine Couch im Wohnzimmer und startete noch einmal den Film. Damit ich im entscheidenden Moment nicht aufstehen wollte, legte ich mir ein paar Haushalstücher neben mich hin. Nach einer kurzen Einleitung, mit kennenlernen, anbändeln, knutschen und ausziehen ging es dann endlich zur Sache. Logischerweise konnte ich jetzt natürlich mitmischen, ohne den störenden Ballast einer engen Jeans, was ich dann auch tat. Allerdings sah ich das Ende des Films, an diesem Tag nicht mehr. Als es bei mir vorbei war, meine Haushalstücher benutzt waren, überkam mich wie üblich in dieser Situation ein Gefühl der Schlaffheit und der Müdigkeit. Also machte ich den Fernseher aus, ging in mein Bad, säuberte mich noch schnell und putze mir die Zähne. Dann legte ich mich in mein Bett..., und schlief natürlich wunderbar befriedigt ein.

Am anderen Tag: Pünktlich um 13.00 Uhr war ich wieder bei Herrn Hansen. Dieser öffnete mir frohgelaunt die Tür und sagte zu mir: „Hallo Maik, komm herein in meine gute Stube!“ „Guten Tag, Herr Hansen! Danke!“ Ich betrat die Wohnung und stellte das Essen wieder auf dem Küchentisch ab. Dann sagte ich zu ihm: „Danke für die DVDs, Herr Hansen!“ Er wollte wissen: „Hast du sie schon angeschaut?“ „Nur einen!“, sagte ich ihm. Neugierig fragte er: „Hat er dir gefallen?“ Ich antwortet ihm mit leicht errötetem Gesicht: „Na ja, ich habe so etwas von Ihnen nicht erwartet. So etwas habe ich auch noch nie gesehen.“ Er antwortete mir: „Das kann ich mir vorstellen! Bist du mir jetzt böse?“ Ich wollte ihn ja nicht kränken und sagte ihm erhaben: „Nein, natürlich nicht!“ Als ich ihm das sagte, schaute ich ihm dabei tief in seine Augen. Ich sah wie er kurz Luft holte, und dann gab er mir zur Antwort: „Ich würde dich gern einmal auf eine Tasse Kaffee einladen. Hier bei mir. Dann kann ich dir alles erklären, in aller Ruhe, wenn du möchtest?“ Mit dieser Antwort hatte ich eigentlich nicht gerechnet. Ich überlegte kurz und gab ihm zur Antwort: „Ja, gern! Wie wäre es heute Nachmittag? Da hätte ich Zeit.“ Freudestrahlend sah er mich an und antwortete mir: „Ja, gut! So gegen 16.00 Uhr, ist das für dich in Ordnung?“ Nun gab es für mich kein zurück mehr und ich musste ihm sagen: „Ja, das passt mir sehr gut.“ Ich verabschiedete mich von ihm, verließ daraufhin die Wohnung und setzte meine Tour fort. Natürlich war ich schon gespannt, was mir der Alte Herr so berichten würde und wie er an solche Männerschweinkram Filme gekommen ist. War er etwa schwul? Eine Frau hatte er wohl nicht. Das wäre mir aufgefallen. Trotzdem bemerkte ich, dass Herr Hansen Frauenkleider besaß. Eigentlich war mir Herr Hansen auch sehr sympathisch. Er war etwa hundertachtzig Zentimeter groß, schlank und hatte einen kleinen Bauchansatz. Er hatte graue, kurze Haare und war glatt rasiert. Vom Alter her schätzte ich ihn so um die achtzig Jahre.

Pünktlich um 16.00 Uhr klingelte ich an Herrn Hansens Tür. Er begrüßte mich so: „Hallo Maik, schön das du da bist und pünktlich obendrein, das ist bei der heutigen Jugend nicht mehr so selbstverständlich.“ Ich antwortete ihm ebenso freundlich: „Ja, ich freue mich auch, Herr Hansen“. Er schloss die Tür und sagte zu mir: „Wir gehen gleich in das Wohnzimmer, dort habe ich den Tisch gedeckt. Der Kaffee ist auch schon fertig. Ich hole in gleich. Setzt dich schon mal hin.“ Und ich antwortete ihm: „Ja, das mache ich!“ Ich ging in sein Wohnzimmer. Wie ich es mir schon gedacht hatte, war er mit alten Möbeln eingerichtet. An der Wand hingen einige Ölgemälde. In einer Ecke bemerkte ich eine alte Standuhr, die nun die volle Stunde zu schlagen begann. Auf dem Tisch bemerkte ich ein wunderschönes blaues Kaffeeservice. Ich setzte mich auf die Couch. Rechts und Links gab es noch zwei Sessel. Herr Hansen kam mit der Kaffeekanne herein und sagte zu mir: „Wie ich sehe, hast du schon deinen Platz gefunden!“ Ich antwortete ihm: „Ja! Es ist auch schön gemütlich bei Ihnen.“ „Danke, Maik, es freut mich, wenn es dir bei mir gefällt. Ich hole noch schnell den Kuchen!“

Ich schaute mich noch weiter um und bemerkte einige Fotos, auf denen Herr Hansen mit einem Mann posierte. Die meisten waren Urlaubsfotos. Dann betrat Herr Hansen wieder das Zimmer und er fragte mich: „Maik, ich hoffe, du isst gedeckten Apfelkuchen?“ „Ja, das ist mein Lieblingskuchen“, antwortete ich. Er stellte eine verzierte Glasplatte, auf dem sich der Kuchen befand, auf den Tisch ab und setzte sich auf einen Sessel. Er nahm einen Tortenheber und legte ein Stück Kuchen auf meinem Teller ab. Dann eins auf seinem. Danach goss er erst mir und dann sich selbst Kaffee ein. Dann sagte er: „Wenn du gern Milch trinkst, dann findest du diese in dem Milchkännchen dort. Fein, dann lass es dir schmecken!“ „Danke“, antwortete ich. Dann, die übliche Konversation, die mit der Frage begann: „Hast du eine Freundin, Maik?“ „Nein, noch nicht!“ „Warum nicht?“ „Weil ich noch keine geeignete gefunden habe.“ „Na ja, die liegen ja auch nicht auf der Straße herum!“ „Stimmt!“ „Und Sie Herr Hansen, waren Sie mal verheiratet?“ „Ja, aber nicht mit einer Frau.“ „Mit einem Mann?“ „Ja, mit einem Mann! Er ist dort auf den Fotos zu sehen. Wir verstanden uns unheimlich gut. Ich hätte mir keinen besseren Lebenspartner wünschen können!“ „Dann sind Sie ...

Herr Hansen unterbrach mich und vollendete den Satz „Homosexuell? Das hört sich ja so an als ob ich die Pest hätte! Ja, du hast Recht. Ich habe schon früh in meiner Jugend gemerkt, dass ich anders war, als die anderen Jungs in meinem Alter es waren. Leider waren die Zeiten damals anders als heute. Heute kam man sich als schwuler outen, aber damals hätte man dich erschlagen, wenn du anders als die Norm warst.“ Und ich antwortete ihm: „Ja, das stimmt. Obwohl es ja heute in einigen Ländern der Erde auch immer noch so ist. Was ist mit Ihrem Lebenspartner passiert?“ Er überlegte eine Weile und seine Gesichtszüge verhärteten sich, er blickte traurig aus seinen feucht gewordenen Augen. Dann sagte er mit leiser, beruhigender Stimmlage: „Wir waren im letzten Winter im Urlaub auf Gran Canaria. Natürlich waren wir FKK Anhänger und verbrachten dort am FKK-Strand die meiste Zeit unseres Urlaubes. Dann passierte es. Günter lag einige Stunden in der heißen Sonne und wollte sich abkühlen. Er lief in das kalte Atlantikwasser und bekam einen Herzinfarkt, der sofort tödlich war. Er konnte auch nicht mehr wiederbelebt werden.“ „Das ist ja schrecklich! Wie alt wurde er?“, wollte ich jetzt wissen. Und er gab mir zur Antwort: „Er war zwei Jahre jünger als ich, also vierundachtzig.“ Ich musste ihn schon wieder unterbrechen und rief laut aus: „Waaaas? Sie sind sechsundachtzig Jahre alt?“

Das konnte ich aber nun gar nicht glauben. Ich kam aus den Staunen nicht mehr heraus. Stolz sagte er nun: „Ja, und in drei Monaten werde ich schon siebenundachtzig.“ „Das ist ja unglaublich. Ich hätte Sie höchstens auf achtundsiebzig geschätzt“, fügte ich hinzu, und musste immer noch mit meinem Kopf schütteln. Lächelnd gab er mir zur Antwort: „Ja, so kann man sich täuschen! Maik, mach dir eines klar. Wenn du einen Menschen, ob männlich oder weiblich, ganz doll lieb hast, dann versuche mit ihm, die meiste Zeit deines Lebens zu verbringen. Das Leben geht schneller vorbei als du denkst. Und lasse dich von niemanden davon abhalten. Lebe dein Leben ohne Kompromisse!“ Herr Hansen stand vom Tisch auf und sagte weiter: „So... und jetzt räume ich schnell den Tisch ab und dann hole ich uns noch eine kühle Limonade. Du hast doch noch ein bisschen Zeit, oder?“ „Ja, ich habe heute nichts mehr vor“, gab ich ihm zur Antwort. „Gut!“ Als Herr Hansen zurück kam, brachte er eine Flasche mit Zitronenlimonade und zwei Gläser mit. Die stellte er auf den Tisch ab. Er goss nun in beide Gläser die Limonade ein. Ein Glas gab er mir, das andere stellte er bei sich ab.

Dann setzte er sich wieder hin und begann mir von seiner brutalen Jugendzeit zu erzählen. Von seinem Vater der Alkoholiker war und seine Mutter geschlagen und auch vergewaltigt hat, wenn ihm danach zumute war. Auch er bekam öfters mal Prügel. So kam es das er sich freiwillig zum Militär meldete und in den zweiten Weltkrieg zog. Dort geriet er dann in Amerikanische Gefangenschaft. Man brachte ihn nach Amerika, wo er mit vielen anderen Gefangenen und farbigen Sklaven auf Baumwollfeldern arbeiten musste. Er war gerade siebzehn Jahre alt und hatte natürlich furchtbares Heimweh. Doch in der Gefangenschaft lernte er einen Mann kennen mit dem er sich sehr gut verstanden hat und für ihn eine Vaterfigur war. Und..., wie es kommen musste, auch seine ersten sexuellen Erfahrungen mit diesem Mann erlebte. Der Mann hieß Hugo. Er war fünfunddreißig Jahre alt. Hatte eine Frau und einen zwölf Jahre alten Sohn. Auch er hatte natürlich furchtbares Heimweh und ein starkes sexuelles Verlangen noch dazu.

Und so kam es, wie es kommen musste: „Also, eines Nachts kam Hugo an mein Bett und sagte mir, dass er nicht einschlafen könne. Dann fragte er mich, ob er mich mal anal nehmen darf. Er hätte einen furchtbaren Druck aufgebaut und möchte sich diesem mal entledigen. Ich sagte ihm, dass er doch zwei gesunde Hände habe und sich so seines Überdruckes auch entledigen könne. Er druckste so herum und erklärte mir, dass es nicht weh tun würde. Außerdem hätte mir doch der Arzt bei der Musterung auch einen Finger in den Po gesteckt. Was anderes wäre das auch nicht. Ich gab schließlich nach. Irgendwie war ich auch neugierig wie sich das so anfühlen könnte. Dann fragte ich Hugo: „Wie stellst du dir das vor?“ Er antwortete mir: „Wir gehen morgen zur gleichen Zeit auf die Latrine. Dann mache ich es auf die schnelle. Ich besorge noch etwas Erdnussbutter, damit creme ich mich ein und danach auch dich. Damit es besser flutscht.“ Ich fragte neugierig: „Und was haben Sie ihm geantwortet?“ Und er erzählte weiter: „Ich sagte ihm. Das würde ich schon machen. Ich habe aber Angst, dass die uns erwischen. Du weißt, dass sie gestern einen Schwarzen erschossen haben, nur weil der fertig war und nicht mehr arbeiten konnte. Das würden die mit uns auch machen! Er antwortete mir, dass ich mir keine Sorgen machen müsse. Wir müssten nur vorsichtig sein, dann passiert schon nichts“.

Nun wollte ich weiter wissen: „Was passierte dann?“ Nach einer kurzen Denkpause sagte mir Herr Hansen: „Also, er ging wieder in sein Bett und ich schlief gleich ein. Am nächsten Tag gingen wir wie gewohnt zur Arbeit oder wurden dorthin geprügelt. Nach ein paar Stunden Feldarbeit gab Hugo mir ein Zeichen. Er sagte dem Aufseher: ´Shit making´, also, dass er mal auf Klo musste. ´Me too´ , rief ich und drückte mir die Hände vor den Bauch, so als ob ich Magenkrämpfe hätte. Der Aufseher schickte uns beide fort. Als wir in der Latrine ankamen, zog Hugo seine Hose herunter. ´Shit! Was ist das denn?´ So etwas riesiges hatte ich ja noch nie gesehen. Wie soll das denn funktionieren?, fragte ich ihn. Er antwortete mir: ´Ach, das geht schon, mach dir keine Sorgen´.

Dann kramte er eine runde Metalldose aus seiner Hosentasche, darin war die Erdnussbutter. Er öffnete diese und rieb sich damit ein. Ich schaute ihm dabei zu und sah, dass er nun immer länger und länger wurde. Ich zog dann schnell meine Hosen herunter und bückte mich. Ich spürte dann einen leichten Druck zwischen meinen Pobacken. Mit seinem Stinkefinger verrieb er die Erdnussbutter nun dort, damit es gut flutschen sollte, wie er mir sagte. Ich zog mit meinen beiden Händen meine Pobacken auseinander und dann … schloss ich meine Augen, um mich mental auf den Augenblick der Vereinigung vorzubereiten. Kurze Zeit später war es dann so weit. Obwohl er mich ganz vorsichtig nahm, spürte ich aber trotzdem einen Schmerz. Ich biss auf meine Lippen, da ich ihn ja auch nicht enttäuschen wollte, bei meiner Entjungferung. Fünfundzwanzig Zentimeter! Und das beim ersten Mal! Halleluja, das war kein Vergnügen, das war ein Ritt durch die Hölle. Denn nun begann er mich mit voller Leidenschaft zu lieben. Ich musste mir auf die Zähne beißen, um nicht laut zu schreien, nun vor Geilheit. Das war eine Prostatamassage aller erster Klasse. Nur, wie du dir denken kannst, war das Spektakel schnell vorbei und er zog sich wieder aus mir zurück. Gerade rechtzeitig, denn es näherten sich Schritte...

´Was ist denn hier los?´ Dröhnte die Stimme von Sergeant Miller. Er sah uns beide an - ich, der noch nicht die Hose richtig hochgezogen hatte und Hugo, dessen Beule in seiner Baumwollhose noch zu sehen war. Sergeant Miller kam auf mich zu und packte mich am Kragen. Er hatte bestimmt mitbekommen was hier passiert war. Hugo schrie er an: ´Hauuuuu ab!!!´ Hugo lief so schnell er konnte zur Tür hinaus. Dann schaute er mich an, packte mich an meinen T-Shirt und schrie auch mich, mit seiner sonoren Bassstimme an:´Du, kommst mit mir!´ … und ich folgte ihm. In seinem Büro angekommen verschloss er die Tür. Dann zog er die Jalousien zu, sodass niemand mehr hereinspähen konnte. Ich hatte panische Angst und zitterte am ganzen Körper. Ich hatte keine Ahnung was er vor hatte.

Dann trat er mit versteinerter Mine auf mich zu. Plötzlich ein Lächeln in seinem Gesicht und er sagte zu mir: ´Fuck me!´ Es war unfassbar. Er wollte von mir körperliche Liebe! In seinem Büro! Dann fasste er mir in den Schritt. Meine Aufregung hatte sich etwas gelegt. Er öffnete die Kordel meiner Hose. Gürtel waren hier für Gefangene verboten. Meine Baumwollhosen flutschten nach unten und ich stand unter herum blank da. Er nahm seine rechte Hand und streichelte mich zärtlich in meinem Schambereich und das blieb natürlich nicht ohne Folgen. Mit seiner linken Hand öffnete er seinen Gürtel und auch seine Hose rutschte nach unten auf den Boden. Er drehte sich um und nahm mit seiner rechten Hand aus einem Töpfchen, das auf seinem Schreibtisch stand, eine Creme heraus, und mit dieser cremte er mich nun ein. Was mich natürlich auch sehr erregte. Er lies kurz von mir ab und streifte seine Unterhose nach unten. Er nahm noch etwas Creme aus seinem Töpfchen und cremte sich selbst ein. Ich stand da wie eine Salzsäule und verstand das alles noch nicht. Er bückte sich nun herunter und seine Brust kam auf seinem Schreibtisch zum liegen. Dann führte er seine Arme nach hinten an seinen Po, um mir den Eingang zu seiner Höhle zu zeigen. ´Fuck me!´, rief er mir wieder zu. Ich machte einen Schritt nach vorne. Dann nahm ich ihn und es schien ihm zu gefallen. Ich vernahm seine Worte: ´Das ist geil, du bist großartig, Junge!´ Als ich kam war er glücklich. Er zog sich wieder seine Hosen hoch und ich ebenso. Dann bat er mich, dass ich mich auf einen Stuhl vor seinem Schreibtisch hinzusetzten solle.

Er ging an seinen Kühlschrank und stellte mir eine Coca Cola hin.´Drink!´, sagte er zu mir. Ich hatte zuvor noch nie eine Cola getrunken. Aber das Zuckerwasser schmeckte mir ausgezeichnet ´Thank you´, antwortete ich ihm. Ich wollte nun von ihm wissen warum er so gutes deutsch spreche. Er sagte mir, dass er während des zweiten Weltkrieges in Deutschland stationiert war und er aus diesem Grund unsere Sprache gelernt hat. Gut - er sprach jetzt kein Akzentfreies deutsch, sondern hatte immer noch einen leichten amerikanischen Akzent in seiner Stimme. Was ich aber sehr bewunderte war, dass er in einen Krieg ziehen musste und freiwillig die Sprache seines Feindes gelernt hat. Dann erzählte er mir etwas von seiner Familie. Das er verheiratet ist und zwei süße Mädchen von drei und fünf Jahren hatte. Seine Ehe aber nicht sehr glücklich ist. Er fühlte sich immer schon mehr zu Männern als zu Frauen hingezogen. Er meinte, dass er im falschen Körper steckte und lieber eine Frau wäre. Dann wäre er am liebsten eine Hure geworden. Er hätte dann fünfzig Freier pro Tag bedient. Aber im religiösen, prüden Amerika wäre das undenkbar, dass er sich outete. Er wäre mir außerordentlich dankbar, dass ich seine sexuelle Neigung respektiere und dulde. Ich schwor ihm, dass ich niemandem davon erzählen würde.

Ab diesem Tag begann nun für mich die schönste Zeit meiner Gefangenschaft. Sergeant Miller versetzte mich in die Barackenküche, als Hilfskraft. Dort habe ich meine Leidenschaft zum Kochen entdeckt und lernte nebenbei auch noch die englische Sprache, weil ich mich mit dem farbigen Koch, der mindesten zwei Zentner wog, gut verstanden habe. Den habe ich allerdings nicht geliebt. So hatte ich ab dieser Zeit zwei mal am Tag Sex. Morgens kam Sergeant Miller mich abholen. Abends liebte mich Hugo. Dies war vielleicht auch der Grund dafür, dass ich in meiner Beziehung mit Günter den weiblichen Part übernommen habe. Günter wollte mich lieber nehmen als selbst genommen zu werden“. Ich wollte nun von ihm wissen: „Wie lange waren Sie in der amerikanischen Gefangenschaft?“ Und er antwortete: „Insgesamt, genau 15 Monate und 21 Tage.“ „Wie kamen Sie nach Hause?“ „Das Abenteuer Amerika dauerte für mich noch genau drei Monate und vier Tage, dann ging es wieder nach Hause.

Ich hatte also wieder, wie gewöhnlich, mein morgendliches Treffen bei Sergeant Miller. Als ich an diesem Morgen sein Büro betrat, sagte er mir gleich, dass ich ihn heute morgen das letzte mal lieben kann, da morgen alle Gefangenen wieder nach Hause geschickt werden. Auch ich. Das freute mich, machte mich aber auch traurig. Dann taten wir es also zum letzten Mal und ich gab alles. Ich wollte seine Geilheit noch einmal richtig befriedigen, damit er immer an mich denken sollte. Was für einen grandiosen Abgang hatte ich noch an diesem Morgen. Sergeant Miller bedankte sich noch einmal bei mir und gab mir dann beim Abschied einen Zettel in die Hand, auf dem er mir seine Adresse aufgeschrieben hatte. Er sagte mir, dass ich ihm ja mal Schreiben könne, wenn ich wieder zu Hause angekommen bin. Ich sagte ihm, dass ich das gerne tun werde. Dann drückte er mich an seine Brust, klopfte mir auf den Rücken und sagte mir, mit Tränen in seinen Augen: ´Junge, ich werde dich sehr vermissen. Go home and goodbye.“ Das waren seine letzten Worte. Ich verließ sein Büro und habe ihn und Hugo nie wieder gesehen.

Am nächsten Morgen. Schlag 6.00 Uhr in der Frühe wurden wir geweckt. Wir zogen uns an, packten unsere paar Sachen die wir hatten und gingen ins Freie. Draußen standen schon einige Busse, die uns zum Hafen bringen sollten. Dort wurden wir dann auf ein Überseeschiff verladen - und ab ging es in die Heimat“. Natürlich wollte ich jetzt wissen: „Wo seit ihr angekommen?“ Und er erzählte weiter: „In Hamburg. Drei Wochen später. Als ich das Schiff verließ, sah ich wie zerstört hier alles noch war. Die Bomben der Alliierten hatten ganze Arbeit geleistet. Ich suchte das Mietshaus meiner Eltern auf. Die Eingangstür war nur angelehnt und das Haus war schon wieder gut hergerichtet. Ich klopfte an unsere Tür. Nach einer Weile hörte ich eine weiblich Stimme rufen: ´Wer ist da?´ Ich bin es Mutter, gab ich zur Antwort. Die Tür öffnete sich einen Spalt und meine Mutter lugte hervor. ´Du bist es ja wirklich?´ Sie riss die Tür nun ganz weit auf, kam auf mich zu, umarmte mich, küsste mich und heulte drauf los. Sie wollte mich gar nicht mehr loslassen. Doch dann sagte sie: `Komm doch erst mal herein!` Sie erzählte mir alles was passiert war. Wie die Bomben alles zerstörten und wie sie alles mit ihren eigenen Händen wieder aufgebaut haben. ´Wo ist Vater?´ wollte ich wissen.´Der ist tot! Die Nazis haben ihn erschossen weil er nicht für das Vaterland in den Krieg ziehen wollte´, sagte sie mir, mit Tränen in den Augen. Die nächsten Tage versuchte ich Arbeit zu finden. Dann heuerte ich auf einem Frachtschiff an. Der Schiffskoch brauchte eine Hilfe in der Kombüse. Also fuhr ich zur See und bereiste die ganze Welt. Aber davon erzähle ich dir ein anderes mal, wenn du möchtest.“ Und ich gab ihm zur Antwort: „Ja natürlich, solche Geschichten interessieren mich immer!“

Dann sagte er zu mir: „Gut, dann habe ich jetzt noch eine sehr intime Frage an dich: Hast du schon mal mit einem Mann etwas intimes erlebt?“ Und ich antwortete ihm stolz: „Ja, das habe ich!“ Und er weiter: „Das hätte ich aber nicht geglaubt. Auch schon mal Anal?“ Ich wusste ja was er damit meinte, stellte mich aber erst einmal dumm: „Anal?“ Und er weiter: „Na ja, so wie ich bei Sergeant Miller!“ Ich antwortete ihm natürlich ehrlich: „Nein, das habe ich noch nicht getan. Eigentlich nur immer Petting. Und wenn ich ehrlich bin, auch nur einmal mit Ihrem Nachbarn, dem Herrn Schmidt.“ Er schaute mir tief in die Augen und rief zu mir: „Was? Du hattest was mit dem ollen Schmidt! Ich kann das ja nicht fassen! Wann?“ Ich sagte zu ihm: „Am Tag vor seinem Tod.“ Er antwortete: „Nein, das glaube ich nicht!“ Ich sagte ihm: „Doch, doch, es stimmt! Er wollte wieder mal baden und ich sollte ihm behilflich sein. Dann bat er mich auch seinen Genitalbereich zu waschen und dabei ist es passiert. Ich verhalf ihm zu einem Orgasmus. Danach hat er mich oral befriedigt.“ Kopfschüttelnd lachte er mich an und sagte. „Wahnsinn, dass hätte ich nicht gedacht!“ „Es ist aber so“, gab ich ihm zur Antwort.

Jetzt legte Herr Hansen los mit seiner Bitte: „Na gut! Ich wollte dich bitten mich heute noch zu lieben. Ich habe große Lust dazu das mit dir zu tun. Alles habe ich schon vorbereitet. Gleitgel und Kondom. Hast du Lust dazu? Ich kann und will dich natürlich nicht dazu zwingen. Aber bitte verstehe mich. Ich liebe es anal genommen zu werden, aber ich hatte schon ein paar Jahre keinen diesbezüglichen Sex mehr. Günter konnte nicht mehr seit seiner Prostata Operation. Hin und wieder nahmen wir mal einen Dildo. Aber das ist doch nicht das gleiche. Also, hast du Lust?“ Nach kurzer Bedenkzeit willigte ich ein: „Gut, ich mache es. Zuvor muss ich aber noch mal kurz Ihre Toilette benutzen,“ „Ja, kein Problem! Im Flur die zweite Tür rechts,“ „Danke!“

Als ich wieder zurück kam, traute ich meinen Augen nicht. Herr Hansen hatte sich umgezogen. Er hatte jetzt ein rotkariertes Kleid an und trug eine blonde Langhaarperücke auf dem Kopf. Als er mich sah, fragte er mich: „Gefalle ich dir?“ Was wollte ich ihm auch anders sagen als: „Ja, schon...!“ „Aber, du hast das jetzt nicht erwartet, stimmt´s?“ „Ja, das stimmt“, gab ich ihm zur Antwort. Ich hatte mir das aber schon gedacht, als ich bei einer Essensauslieferung seine Kleider sah. Herr Hansen trat nun auf mich zu und sagte zu mir: „Ich möchte, dass du ´Hein´ zu mir sagst. Ich heiße zwar richtig Heinrich Hansen aber mein Rufname wurde irgendwann mal Hein.“ „Gut, Hein. Dann werde ich das auch tun“ antwortete ich ihm und er fing wieder an zu erzählen: „In meiner Beziehung mit Günter war ich der weibliche Teil. Günter liebte es wenn ich Frauenkleider trug. Darum glaube ich auch nicht, dass er wirklich richtig schwul war. Und du, findest du mich attraktiv?“ Ohne Nachzudenken gab ich ihm zur Antwort: „Na ja, richtig geil macht mich das alles nicht. Aber wenn es dir gefällt, dann ist das in Ordnung.“

Herr Hansen, oder Hein, erfasste meine Gürtelschnalle und öffnete sie. Dann zog er mir die Hose herunter und danach auch meinen Slip. Natürlich hatte mich das schon sehr erregt. Er kniete sich vor mich hin und nahm das zum Anlass einer wunderschönen Mundmassage. Ich stand da mit geschlossenen Augen und genoss diesen Moment ausgiebig. Nach wenigen Minuten hörte er abrupt auf. Drehte sich zum Tisch um und griff nun nach dem auf dem Tisch liegendem Kondom, nahm es aus der Packung und streifte es mir über. Dann stand er auf. Hob sein Kleid an und stülpte es über seinen Kopf. Ich sah, das er darunter so war wie die Natur ihn erschuf. Er griff nach einer auf dem Tisch liegenden Tube, darin befand sich Gleitgel, womit er sich dann eincremte. Dann beugte er sich mit dem Kopf nach vorne über einen Sessel und rief mit zu: „Nun Maik, es ist soweit!“ Ich tat nun was er wollte. Hein stöhnte vor Wollust und rief mir zu „Jaaaa, das machst du sehr gut! Halte aber bitte das Kondom mit einer Hand fest, damit es nicht abrutscht. So und nun lass es richtig krachen.“ Das lies ich mir nicht zwei mal sagen und legte richtig los. Meine Erregung steigerte sich immer mehr. Dann rief er mir wieder zu: „Maik, das ist endlich mal wieder eine Prostatamassage vom feinsten. Ich genieße das!“ Mir standen schon die Schweißperlen auf meiner Stirn. Mein Herz pochte. Beim ausatmen stöhnte ich nun vor Geilheit. Ich merkte, dass ich es nicht mehr lange aushalten konnte. Meine Lenden bewegten sich im Rhythmus eines gleichbleibenden Taktes und ehe ich mich versah, da war es schon passiert. Er hatte es wohl gemerkt und fragte mich: „Ist es vorbei?“ Und ich antwortete ihm: „Ohhh, Hein, war das war ein geiles Erlebnis!“ Ich beugte mich geschafft nach vorne und legte meinen Oberkörper auf den Rücken von Hein. Er flüsterte mir zu: „Ja, Maik, für mich war es das auch!“ Nach einer Weile beugte ich mich wieder nach oben. Ich entfernte das Kondom. Er drehte sich um und kniete sich vor mich hin. Ich hörte ihn sagen: „So, jetzt gebe ich ihm noch ein Küsschen.“ Was er dann auch genussvoll tat. Nach einigen Minuten in denen ich noch einmal wunderschöne Gefühle bekam, sagte er zu mir: „So, Maik, nun geh dich waschen!“ „Was soll ich noch waschen, es ist doch schon alles sauber“, sagte ich. Ich ging aber trotzdem in sein Badezimmer und wusch mich gründlich mit Seife ab.

Als ich zurückkam hatte sich Hein schon wieder umgezogen und trug wieder seine normale Kleidung. Auch die Perücke hatte er abgelegt. Ich zog nun meine Hosen auch wieder an. Er fragte mich: „Willst du noch einen Schluck Limonade trinken, Maik?“ Und ich antwortete ihm: „Ja, gerne. Dann muss ich aber los. Es ist schon sehr spät.“ Ich setzte mich wieder auf seine Couch und er goss mir in mein Glas Limonade ein und dann in sein Glas, dann sagte er „Maik, ich spüre immer noch Hitze und ein kribbeln in mir. Das war das schönste Erlebnis seit langer Zeit. Ich danke dir dafür.“ Spontan und wie aus der Pistole geschossen antwortete ich ihm: „Keine Ursache! Es hat mir ja auch Spaß gemacht und ich hatte es ja auch wieder mal nötig.“ Als Kommentar fügte er hinzu: „Ja, dass stimmt wahrscheinlich.“ Als ich meine Limonade ausgetrunken hatte verabschiedete ich mich: „So, Hein, jetzt muss ich aber gehen. Wir sehen uns ja morgen wieder. So gegen dreizehn Uhr!“ „Gut, Maik dann bis morgen!“ Hein begleitete mich noch bis zur Tür und ich verabschiedete mich: „Tschüss Hein, bis morgen!“ Tschüss, Maik!“ Dann schloss er die Tür hinter mir zu. Ich rannte die Treppe hinunter und fuhr nachhause. An diesem Abend fiel ich todmüde in mein Bett. Ich war meinem Schicksal so dankbar und ich hatte das Gefühl, dass ich mit Herrn Hansen, oder Hein, noch viele solcher Erlebnisse haben kann. Und ich sollte Recht behalten...

Mein Wecker rappelte. Es war 7:00 Uhr morgens. Um den Wecker abzuschalten musste ich mich zur rechten Seite umdrehen. Ich bemerkte, dass ich eine Erektion hatte, was ja nicht ungewöhnlich war. Ich hob die Bettdecke an und sah meine ausgebeulte Schlafanzughose. Ich drehte mich wieder um und legte mich mit meinem Rücken auf das Bett. Dann zog ich meine Schlafanzughose ein wenig nach unten und begrüßte „ihn“ mit den Worten. „Guten Morgen, mein kleiner. Bist du auch schon wach“. So blieb ich noch eine Zeit lang liegen und spielte dabei noch ein Weilchen an mir herum. Ich schnurrte dabei wie ein Kätzchen. Es waren himmlische Gefühle. Am liebsten hätte ich wieder etwas lustvolles erlebt, hatte aber keine richtige Lust dazu. Ich dachte noch an das schöne Ereignis mit Herrn Hansen gestern Nachmittag. Abrupt brach ich das schöne Treiben ab und sprang aus meinem Bett heraus. Ich zog die Vorhänge auf und sah das herrliche Wetter. Endlich mal wieder Sonnenschein. Ich hatte das Gefühl, dass an diesem Tag noch etwas schönes passieren wird.

Ich fuhr also froh gelaunt zu meiner Arbeitsstelle. Dort gab es allerdings nichts nennenswertes. Ich packte wieder alle meine Kartons in mein Auto und brauste los. So gegen 13.00 Uhr stand ich wieder vor dem Haus von Hein. Ich klingelte, hörte den Summer und öffnete die Tür. Ich wurde schon von einem sehr fröhlichen Menschen erwartet. „Hallo Maik, komm herein!“ „Hallo Hein, wie geht es dir?“ „Danke, sehr gut!“ Ich stellte das Essen auf dem Küchentisch ab. „Maik, hast du noch eine Minute Zeit?“ „Ja, ich denke schon.“ „Gut! Dann setz dich bitte hin, ich muss dir etwas sagen. Ich war heute morgen im Reisebüro und habe mich erkundigt nach einer Reise, die uns nach Gran Canaria führen soll.“ „Uns?“ „Ja, uns! Ich möchte das du mich begleitest. Ich sagte dir ja, dass ich in wenigen Tagen 87 Jahr alt werde. Vielleicht ist es das letzte Mal in meinem Leben, dass ich so eine weite Reise auf mich nehmen kann.“ Darauf antwortete ich Hein: „Das kann ich doch gar nicht bezahlen Hein. Soviel Geld habe ich nicht, um mir das leisten zu können.“ Er dann sagte zu mir: „Mach dir darüber keine Gedanken, Maik. Ich bezahle die Reise selbstverständlich für dich. Wir werden ein gutes Hotel haben, natürlich mit einen All inklusive-Service. Das bedeutet, dass du so viel Essen und trinken kannst wie du willst.“ „Und wann soll das sein?“ „Im Juni.“ „Und wie lange?“ „Ich dachte an 14 Tage. Sonst lohnt sich die weite Reise nicht.“ „Na ja, grundsätzlich hätte ich ja nichts dagegen, Hein, aber ich muss den Zeitpunkt genau wissen, damit ich Urlaub einreichen kann.“ „Also Maik, mein Geburtstag ist der 11.Juni. Ich würde also vorschlagen, dass wir den Termin vom 4. bis zu 18. Juni nehmen.“ „Okay, Hein, dann frage ich nachher meine Chefin. Ich rufe dich heute Nachmittag noch an um dir Bescheid zu geben.“ Er nickte mit seinem Kopf und sagte: „Ja das wäre sehr gut, Maik, dann kann ich gleich morgen die Reise buchen.“

Am anderen Tag. Mittags gegen 13.00 Uhr stehe wieder vor der Tür von Hein, und der rief mir schon von weitem zu: „Maik, komm herein. Ich habe schon auf dich gewartet.“ Ich betrat seine Wohnung und er verschloss hinter mir die Wohnungstür. Dann sagte er zu mir: „Stell dir vor, Maik, nachdem du mich gestern angerufen und mir bestätigt hast das du mit fahren kannst, habe ich gleich in meinem Reisebüro angerufen. Ich wollte ihnen Zeit genug geben um uns ein schönes Hotel auszusuchen. Heute morgen war ich dann persönlich da und habe die Reise fest gebucht. So und jetzt kommt es: Wir werden in einem 5 Sterne Hotel an der Costa Meloneras wohnen, direkt am Leuchtturm und nur wenige Meter bis zum Anfang der Dünnen. Das Hotel gab es jetzt zu einem Sonderpreis, was mich natürlich um so mehr freut. Freust du dich auch?“ Natürlich freute ich mich, und so sagte ich ihm: „Wow, das ist ja unglaublich. Meine erste Fernreise und dann gleich in einem fünf Sterne Hotel. Wahnsinn!“ Dann sagte Hein weiter: „Wir fliegen von Hamburg aus. Einen Shuttle Service habe ich auch schon organisiert. Der wird uns von zu Hause abholen und nach der Reise auch wieder nach Hause bringen.“ „Wann geht der Flug, Hein?“ „Um fünf Uhr in der Frühe. Wie werden dann so gegen Mitternacht abgeholt. Schlafen kannst du dann im Flieger, Maik.“ „Und wie lange dauert der Flug, Hein?“ „Etwa fünf Stunden.“

Bis zum Reisebeginn passierte nicht mehr sehr viel nennenswertes. Ich hatte mit Hein zwar noch ein paar schöne und geile Stunden in der Zwischenzeit, aber die sind hier nicht von nennenswerter Bedeutung. Dann kam der Tag vor der großen Reise heran. Ich brachte Hein wie immer das Mittagessen und das erste was er mich fragte, war natürlich: „Maik, hast du deinen Koffer schon gepackt?“, natürlich hatte ich das schon, und sagte ihm: „Ja. Der steht schon fix und fertig im Flur bei mir und wartet schon darauf, das es endlich los geht. Genau wie ich!“ Und Hein sagte weiter: „Denk bitte auch an deinen Personalausweis!“ „Ja, Hein, den habe ich in meiner Geldbörse und immer dabei“, antwortete ich ihm. „Gut, dann bis heute Nacht, Maik.“ „Okay Hein. Ich stehe so kurz vor Mitternacht an der Straße vor meinem Wohnblock.“ „Gut, Maik!“

 

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