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Verdammt gut gelaufen

- Erotischer Liebesroman -

von Maik Harmsen

 

Kapitel 5

Abschied für immer

Am Montagmorgen erschien ich wieder frohgelaunt zum Dienst. Ein: „Guten Morgen“, warf ich in den Büroraum. „Guten Morgen, Maik“, tönte es von allen Seiten zurück. Meine Chefin stapfte aus ihren Büro heraus und sagte zu mir: „Guten Morgen, mein lieber Maik, du siehst ja gut erholt aus.“ Und ich antwortete ihr: „Ja, das bin ich auch.“ „Wie war der Urlaub?“ wollte sie neugierig wissen und ich schwärmte munter drauf los: „Spitzenmäßig! Traumhaftes Wetter, sehr gutes Essen, geile Partys, also alles was man sich für einen Urlaub so wünscht.“ „Ja, das kann ich mir vorstellen, so braun gebrannt wie du aussiehst“, antwortete sie und ein Ausdruck von Neid war in ihrer Stimme zu vernehmen. Aber jetzt wollte ich wissen, ob sich etwas geändert hatte während meiner Abwesenheit, und fragte sie: „Hab´ ich neue Kunden?“ Und sie antwortete kurz und bestimmt: „Nein, Maik! Es ist alles beim alten geblieben.“ Und ich antwortete ihr: „Na gut, dann stelle ich die Tour jetzt zusammen.“ „Ja, tue das bitte“, sagte sie zu mir, und ich verabschiedete mich: „Okay, dann bis später!“ „Ja, bis später“, sagte sie, drehte sich um und verschwand wieder in ihrem Büro. Ich packte wieder alle Essen-Kartons in mein Auto und fuhr los. Ich freute mich wieder Hein zu sehen. Alles verlief reibungslos und ich kam auch wieder pünktlich bei Hein an. Als ich mich wieder verabschieden wollte, fragte er mich: „Bleibt es bei unserem Termin heute Nachmittag um vier, Maik?“ Ich bestätigte ihm das mit einem: „Ja, natürlich! Ich habe den ganzen Tag nichts weiter vor.“ „Gut, ich habe auch viel mit dir zu besprechen. Also dann bis später, Maik!“ „Ja, bis später, Hein!“

Pünktlich um 16.00 Uhr erschien ich in Heins Wohnung. Dieser hatte schon den Wohnzimmertisch eingedeckt. Wir aßen Apfelkuchen und tranken dabei Kaffee. Als wir damit fertig waren räumte Hein den Tisch ab, brachte eine Flasche Limonade und zwei Gläser mit, die er dann auf den Tisch stellte. Nun wollte ich es natürlich wissen und fragte ihn: „Du wolltest was wichtiges mit mir besprechen?“ Und er legte los: „Ja, Maik. Du weißt ja, dass ich allein lebe und niemanden mehr habe. Darum wollte ich dich fragen, ob du mein Erbe sein willst? Es wird sich für dich auch lohnen, da ich etwas gespart habe. Außerdem möchte ich, dass du mein Betreuer und Vormund wirst. Das bedeutet, dass du, wenn ich mal krank, oder nicht mehr in der Lage bin selbstständige Entscheidungen zu treffen, diese für mich treffen kannst. Sonst wird das irgendeine fremde Person vom Amt tun und das möchte ich nicht. Außerdem werden die dann veranlassen, dass meine Wohnung leer geräumt wird und dann kommt alles auf den Müll. Wenn du damit einverstanden bist, gehe ich morgen zum Notar und werde das schriftlich veranlassen. Dann gehe ich auch mit dir zu meiner Bank, damit du auch hier alle Vollmachten bekommst. Meine Beerdigung habe ich schon mit einem Bestatter abgeklärt. Die Adresse erhältst du dann von mir: „Was hältst du davon, Maik? Würdest du das machen für mich?“

Nach einer kurzen Bedenkzeit antwortete ich ihm: „Das kommt jetzt natürlich etwas überraschend für mich. Aber ich würde das natürlich für dich tun.“ Ich sah in seine Augen und bemerkte wie ihm ein Stein von der Seele fiel, und erleichtert sagte er: „Danke Maik! Und weißt du was wir jetzt tun?“ Ich wusste es natürlich nicht und gab ihm ein klares: „Nein!“ zur Antwort. Freudestrahlend verkündete er: „Wir gehen in mein Schlafzimmer und dann darfst du mich mal wieder richtig vernaschen. Was hältst du davon?“„Ja, ich bin dabei, Hein!“ „Gut, dann komm!“ Im Schlafzimmer angekommen zogen wir uns aus und stellten uns gegenüber. Hein nahm mich in seine Arme und drückte mich ganz fest an sich heran. Dann sagte er: „Maik, du glaubst nicht wie ich meinem Schicksal so dankbar bin, dass es dich in mein Leben gebracht hat. Mein Leben wäre ohne dich viel langweiliger verlaufen. Du hast es ungemein bereichert.“ Meins hatte er natürlich auch sehr bereichert und so gab ich ihm zur Antwort: „Ich hätte mich auf dich auch nie eingelassen, wenn du ein alter Stinkstiefel gewesen wärst. Auch ich habe meine Entscheidung nicht bereut, Hein!“

Als ich das sagte, drückte ich meinen Körper ganz fest an den seinen. Dann begann ich damit meine Lenden hin und her zu bewegen, wodurch in meiner und seiner Körpermitte etwas zum Leben erweckt wurde. Hein lies mich los, drehte sich um, setzte sich auf die Bettkante, zog mich zu sich heran und nahm... Was machte er da bloß mit seinen Mund, seiner Zunge? Das war nicht fair, so sagte ich: „Ich will das auch mal bei dir machen“, und er antwortete: „Das darfst du natürlich, Maik!“ Hein lies von mir ab, legte sich mit dem Rücken auf das Bett und sagte zu mir: „Leg dich über mich in die neunundsechziger. So können wir beide uns gleichzeitig verwöhnen.“ „Okay“, sagte ich und kletterte über ihn, sodass wir uns gegenseitig wunderschön verwöhnen konnten. Ich liebte diesen alten Mann, der zwar hin und wieder etwas kauzig war, aber das ist bei älteren Menschen oft so. Das erste Mal in meinem Leben war ich richtig glücklich. Aber ich wusste auch aus Erfahrung, das, wenn ich einmal glücklich war, dies in der Regel nicht lange hielt. Auch diesmal sollte es sich bewahrheiten...

Während unserem Liebesspiel stellte ich Hein eine Frage: „Hein! Hast du nicht Lust mit mir einen geilen Pornofilm zu drehen? Ich habe eine Videokamera und wir könnten uns bei unseren Liebesspielen damit filmen. Dann hätte ich auch noch ein Andenken an dich, für den Fall, dass...“ Seine Reaktion überrascht mich allerdings sehr, als er mir antwortete, ohne eine Sekunde zu zögern: „Maaaiiiiik! Das ist ja eine affengeile Idee. An so etwas hatte ich auch schon gedacht, ich hätte mich aber nie getraut dir das zu sagen. Schön das du damit anfängst. Ich bin dabei! Wann?“ Ich überlegte eine kurze Zeit und sagte zu ihm: „Ich dachte an Donnerstagabend, da habe ich nichts vor.“ „Passt mir auch sehr gut! Wenn du möchtest kannst du auch bei mir schlafen, Maik. Für den Fall, dass es später wird.“ „Ja, warum nicht, Hein? Ich kann dann gleich von hier aus zu meiner Firma fahren.“ „Sehr gut. Dann können wir noch schön zusammen frühstücken!“ „Ich liebe dich, Hein!“ „Ja, ich weiß, Maik! So, und nun möchte ich endlich das du etwas tust, woran ich Spaß habe. Ich wälzte mich von Hein herunter. Der drehte sich um und kniete sich auf das Bett. Während er sich in Position brachte, holte ich die Gleitcreme und schmierte mich und danach Hein ein … und dann tat ich was mir befohlen wurde. Durch die Anstrengung begann ich zu Schwitzen. Einige Schweißperlen rannen mir über mein Gesicht und fielen auf seinen verlängerten Rücken. Hein presste sein Gesicht in das Kopfkissen und schrie. Es war ein Schreien aus einer Mischung von Schmerz und Geilheit. Aber er hatte es so gewollt. In diesem Rausch konnte ich mich nicht lange beherrschen und lies los. Hein hatte es wohl gespürt.

Dann rief er mir plötzlich zu: „Maik, ich krieg keine Luft mehr. Ich muss mich erst mal aufsetzten. Ich habe mich zu sehr verausgabt.“ Ich entfernte mich von ihm und Hein beugte seinen Oberkörper nach oben. Sein Gesicht war feuerrot und er rang nach Luft, indem er sehr schnell ein und ausatmete. Er setzte sich auf die Bettkante, ich setzte mich rechts neben ihn und streichelte seinen Oberschenkel. Dann sagte er zu mir: „Mach die keine Sorgen Maik, es geht gleich wieder. Das war der geilste Höllenritt den wir bisher gemacht haben. Es hat mich ein wenig überfordert.“ Und ich antwortete ihm: „Ja, das war wirklich phantastisch, Hein!“ Nach etwa zehn Minuten hatte sich Hein wieder gefasst. Die röte aus seinem Gesicht war verschwunden. Die Atmung war wieder normal. Wir saßen die ganze Zeit schweigend nebeneinander. Dann sagte er zu mir: „So Maik, jetzt habe ich aber Durst bekommen. Lass uns was trinken.“ „Okay, Hein“, antwortete ich ihm, denn auch ich hatte einen ganz trockenen Mund bekommen. Wir beide zogen uns wieder an und gingen ins Wohnzimmer. Ich trank noch eine Limonade und dann fuhr ich nach Hause.

Die nächsten Tage brachte ich, wie gewohnt pünktlich, Hein sein Mittagessen und wir freuten uns schon beide auf den Donnerstagabend. Hein verbarg aber noch ein Geheimnis vor mir, dass er mir aber erst beim „Videodrehabend“ sagen wollte. Der Donnerstagabend kam heran. Ich erschien mit meiner Videokamera und einer Sporttasche mit persönlichen Utensilien für die Nacht, wie Schlafanzug, Zahnbürste und Rasierzeug. Er begrüßte mich an der Tür mit einem: „Komm herein, Maik!“ und ich antwortete ihm mit einem: „Danke, Hein!“ Hein schloss die Tür hinter uns zu. Dann umarmten wir uns und gaben uns einen dicken Schmatzer auf den Mund. Danach sagte Hein: „Gut das du pünktlich bist, Maik. Ich habe uns etwas leckeres zum Essen gemacht.“ „Was gibt es denn?“ wollte ich wissen. „Lass dich überraschen. Du kannst dich schon ins Wohnzimmer an den Tisch setzten, ich komme gleich mit dem Essen zu dir.“ „Soll ich dir noch etwas helfen, Hein?“ „Nein danke, Maik! Das schaffe ich alleine.“

Ich betrat das Wohnzimmer. Der Tisch war festlich dekoriert und in der Mitte des Tisches hatte er eine Kerze angezündet. Neben den Tellern standen zwei Gläser und eine Flasche Mineralwasser. Ich setzte mich auf meinen gewohnten Platz. Wenige Minuten später betrat Hein den Raum und sagte: „Ich habe uns einen Nudelauflauf gemacht. Mit Gemüse und mit Käse überbacken. Ich hoffe, du isst das?“ Der Auflauf sah sehr lecker aus und ich sagte ihm: „Na klar. Nudeln sind mein Leibgericht!“ Und er antwortete: „Na gut, dann lass es dir schmecken!“ „Danke, du auch, Hein. Guten Appetit!“ Dann nahm er die Flasche mit dem Mineralwasser und sagte: „Aber bevor wir anfangen zu essen, gieß ich uns noch ein Glas Mineralwasser ein. Zur Feier des Tages habe ich extra ein Wasser aus den Vogesen gekauft.“ Als er mit dem eingießen fertig war, erhob ich mein Glas um mit Hein anzustoßen: „Danke Hein, für das wunderbare Mahl das du uns zubereitet hast und auf einen wunderschönen Abend. Zum Wohl!“ „Zum Wohl, Maik!“ Nach dem köstlichen Mahl räumten wir den Tisch ab und brachten das Geschirr in die Küche.

Als wir wieder im Wohnzimmer ankamen, bat mich Hein noch einmal kurz auf meinem Sessel Platz zu nehmen, dann sagte er zu mir: „Nun Maik, bevor wir anfangen möchte ich das Thema meiner Vormundschaft mit dir besprechen. Ich war gestern bei meinem Notar und habe alles festgelegt. Ich denke, dass du morgen auch eine Abschrift des Schreiben bekommen wirst. Hier habe ich mein Schriftstück. Ab sofort bist du, falls mir etwas zustoßen sollte, mein Vormund. Das war für mich ganz wichtig. So habe ich jetzt die Sicherheit, dass du dich um meine Belange kümmerst. Der Notar hat auch mein Testament. Im meinem Schlafzimmer liegt im rechten Nachttisch in der oberen Schublade, meine Patientenverfügung und auch der Vertrag mit dem Bestattungsinstitut. Sollte mir was zustoßen, gehst du dahin und die wissen dann Bescheid was zu tun ist. Hast du alles verstanden, Maik?“ Hatte ich das wirklich? Ich wusste es noch nicht. Außerdem nahm ich an, dass es noch eine sehr lange Zeit dauern würde, bis ich damit konfrontiert werden wollte, was sich leider als Trugschluss erwies, wie sich später herausstellen sollte. Ich antwortete daher erst einmal mit: „Ja, das habe ich.“ Und Hein machte weiter und sagte: „Gut, dann gebe ich dir jetzt noch meine zwei Hausschlüssel. Der hier ist für den Hauseingang und dieser hier ist für meine Wohnung.“ Ich antwortete ihm: „Okay Hein, dann weiß ich Bescheid und ich werde die Schlüssel gut bei mir zuhause aufbewahren.“

Hein sprang von seinem Sessel auf und rief mir zu: „Fein, dann lass uns mit den Vorbereitungen beginnen. Was wollen wir zuerst tun?“ Ich hatte mir überlegt erst einmal im Bad zu beginnen und sagte ihm: „Ich würde ja vorschlagen wir beginnen im Badezimmer. Ich stelle meine Kamera auf das Stativ und wir können uns dann gegenseitig ausziehen. Dann gehen wir gemeinsam unter die Dusche. Wenn wir damit fertig sind erledigen wir den Rest im Wohnzimmer und dann im Schlafzimmer.“ Hein war von meinem Vorschlag begeistert und rief laut aus: „Sehr gut, Maik. Dann lass uns beginnen!“ Ich stellte meine Kamera in die richtige Position, sodass wir beide gut zu sehen waren. Dann ging es los! Hein setzte sich auf einen Stuhl neben der Badewanne. Ich kam ins Badezimmer herein und ging auf Hein zu. Als ich vor ihm stand, öffnete er die Knöpfe an meiner Hose und zog sie herunter. Danach streifte ich mein T-Shirt über meinen Kopf. Hein zog noch meinen Slip herunter und begann an mir herumzuspielen. Nach einer Weile stand er vom Stuhl auf und stellte sich aufrecht vor mich hin. Ich ging in die Hocke und zog nun Hein auch die Hosen herunter, sodass er untenherum blank da stand. Auch ich begann nun zu spielen, an dem was sich vor mir zeigte und es gefiel ihm sehr gut, was ich an einer bestimmten Reaktion feststellen konnte. Aber das war ja auch so gewollt.

Dann rief ich: „Stopp!“ Ich schaltete die Kamera aus und sagte zu Hein: „Die nächste Szene nehmen wir unter der Dusche auf“, und Hein sagte zu mir.„Gut, das machen wir!“ Wir zogen uns beide restlos aus und ich positionierte meine Kamera vor der Duschkabine. Hein lies schon mal das Wasser laufen und stieg ein. Ich filmte ihn dabei. Hein sah das rote Licht an der Kamera und machte jetzt geile, laszive Bewegungen. Ich stieg nun auch ein. Die Duschkabinenwände waren aus klarem Glas, sodass man die Türen schließen konnte und trotzdem uns Nackedeis gut sah. Ich nahm nun etwas Duschgel und seifte Hein den Rücken ein. Danach drehte er sich um. Ich wusch ihm nun zuerst die Brust und den Bauch. Dann kniete ich mich hin und wusch nun den unteren Teils seines Körpers gründlich mit Seife ab. Das Wasser lief mir über meinen Kopf. Dann stellte ich mich hin und Hein seifte mich ab. Als er damit fertig war verlies ich die Duschkabine und schaltete die Kamera aus. Hein verlies auch die Duschkabine und ich reichte ihm ein Handtuch, dann trockneten wir uns beide ab. Er schaute mich an und sagte: „Maik, ich bin jetzt so scharf, lass uns ins Wohnzimmer gehen, ich kann es nicht mehr aushalten.“

Ich packte meine Kamera samt Stativ und nahm diese mit ins das Wohnzimmer, brachte sie in Position und schaltete sie ein. Dann sagte ich: „Kamera läuft“, und trat auf den Sessel zu, in den Hein sich hingesetzt hatte. Er lehnte sich nun zurück und ich kniete mich auf die beiden Lehnen. Dann beugte ich mich nach vorne und stützte mich auf dem Kopfteil des Sessels mit meinen beiden Händen ab. In diese Lage konnte Hein nach Herzenslust an mir herum spielen. Was er dann auch mit Genuss tat. Nach einigen Minuten musste ich aber das Spiel abbrechen, denn ich war schon knapp an meinem Höhepunkt angelangt. Dann rief ich wieder: „Stopp!“ Er wollte noch weitermachen und sagte beleidigt: „Oh, wie schade, ich war noch nicht fertig!“ Aber ich kannte keine Gnade und so antwortete ich ihm: „Das spielt keine Rolle. Wir müssen ja noch weitermachen. So nun stell dich bitte mal hinter den Sessel, spreize deine Beine etwas auseinander, bücke dich nach vorne und lege deine Arme auf die Lehne, so wie beim Urologen. Hein stand auf und stellte sich hinter den Sessel.

Ich stellte meine Kamera wieder etwas anders hin, sodass ich das, was jetzt kam, gut aufnehmen konnte. Dann holte ich die Gleitcreme die auf dem Tisch lag und schmierte uns ein. Zuerst mich und dann Hein. Anschließend drückte ich auf den Aufnahmeknopf und stellte mich hinter Hein. Als ich so hinter im stand nahm ich meine Hände und massierte ihm leicht seinen Rücken, was ihm sichtlich gut gefiel, denn er schnurrte wie ein Kätzchen. Dann loggte ich mich ein und Hein musste stöhnend schreien. Da die Kamera in Reichweite stand nahm ich sie vom Stativ ab, während Hein mein Liebesspiel in vollen Zügen genoss, wollte ich alles in Großaufnahme aufnehmen. Ich hielt nun die Kamera von oben, von unten und mal von recht und mal von links. Das machte mich noch geiler. Ich wollte mein bevorstehendes Finale so aufnehmen, dass man alles bis ins kleinste Detail sehen konnte. Und ich hatte heute nur diese eine Chance. Ich merkte, dass das Ende immer näher kam, mein Puls raste schon und ich spürte meinen Herzschlag. Dann die Idee, zur rechten Zeit, in Bruchteilen von Sekunden nutze ich seinen Rücken als Landeplatz. Leider reichte die Landebahn nicht aus und so musste diese bis zum Haaransatz von Hein verlängert werden. Ich fuhr dann noch einmal in Großaufnahme die ganze Landebahn mit meiner Hinterlassenschaft ab. Ich konnte es gar nicht glauben, dass ich soviel Druck aufgebaut hatte. Dann schaltete ich die Kamera wieder aus und sagte: „So, jetzt bist du dran, Hein!“ Er antwortete mir: „Ja, aber ich möchte dabei auf dem Bett liegen.“

Ich brachte die Kamera in das Schlafzimmer, sagte: „Gut Hein, dann legst du dich jetzt hin. Zuerst machen wir die neunundsechziger Stellung. Okay?“ Ich stellte die Kamera wieder an und Hein legte sich auf das Bett. Ich kam, wie abgemacht zu ihm und legte mich auf ihn. So bearbeiteten wir uns erst einmal eine ganze Weile. Ich merkte aber schnell, dass auch Hein nicht mehr weit entfernt war vom Gipfel des Glücks. Also wechselte ich jetzt schnell die Stellung und kniete mich zwischen seine Beine. Ich nahm nun mit der linken Hand die Kamera vom Stativ. Nahm sie wieder in die Hand. Ich wollte das Feuerwerk von Hein in Großaufnahme haben. Mit der rechten Hand erweckte ich nun seinen Drachen zum Feuerspuckern. Dann ein Aufschrei von Hein und sein Drache lieferte ein Feuerwerk der Spitzenklasse ab, und ich hatte alles im „Kasten“. Dann vernahm ich von ihm ein: „Oh, war das geil! Aber ich muss mich wieder schnell erheben. Ich kriege wieder schwer Luft.“

Irgendetwas stimmte mit ihm nicht. Das war mir jetzt bewusst. Ich sagte aber noch schnell: „Warte ich helfe dir.“ Dann half ich Hein dabei, sich aufzurichten und auf die Bettkante zu setzten. Ich schaltete die Kamera aus, setzte mich neben ihn und sagte zu ihm. „Und Hein, geht es wieder?“ Er war immer noch etwas außer Atem, sagte aber dann doch zu mir: „Ja, Maik, es ist schon wieder besser. Soviel Stress bin ich alter Mann eben nicht mehr gewohnt. Dir junger Spund macht das alles noch nichts aus. Aber warte nur bis du auch einmal in mein Alter kommst, dann sprechen wir uns wieder. Aber ich glaube, dass werde ich wohl doch nicht mehr erleben.“ Ich merkte, dass seine Atmung sich wieder beruhigt hatte und sagte dann zu ihm. „Ich würde mich darüber sehr freuen, aber ob dann dein Leben noch lebenswert wäre, wage ich zu bezweifeln. Wie dem auch sei, ich werde Morgenabend den Film zurecht schneiden und dann bringe ich dir übermorgen den Film auf DVD mit. Dann kannst du ihn öfters ansehen.“ Er schaute mich an und sagte: „Oder wir machen uns mal geil damit, Maik.“ Ich antwortet ihm: „Ja, das können wir natürlich auch machen.“ Mittlerweile war es schon wieder 23:15 Uhr geworden. Ich war gerade im Begriff ins Bad zu gehen. Dann sagte Hein mir noch: „Ach Maik, fast hätte ich es vergessen, wir haben ja morgen früh um 9:00 Uhr noch einen Termin bei meiner Bank, wegen der Vollmacht. Da musst du nur unterschreiben. Es dauert also nicht lange.“ Ich antwortete ihm: „Ja in Ordnung, dann reicht es ja wenn wir um zehn vor neun hier wegfahren.“ Hein antwortete darauf: „Ja, das reicht vollkommen aus. Ich stelle meinen Wecker auf sieben Uhr. Dann können wir noch ein wenig schmusen bevor wir aufstehen und frühstücken.“ Wir machten uns Bettfein und gingen dann gleich schlafen.

Pünktlich um sieben Uhr rappelte der Wecker. Mein Blase drückte und ich ging auf die Toilette. Als ich zurückkam huschte ich bei Hein ins Bett: „Guten Morgen, mein lieber Hein! Hast du gut geschlafen?“ Aber er antwortete: „Nein, nicht sonderlich gut. Ich musste drei mal heute Nacht aufstehen. Vielleicht habe ich mir die Blase verkühlt. Und du?“ Ich konnte nur antworten mit den Worten: „Ich habe geschlafen wie ein Murmeltier!“ Wir beide kuschelten noch eine ganze Weile, erzählten uns dabei wie schön es gestern Abend war und was wir heute noch so alles vorhatten. Ich wäre ja den ganzen Tag im Bett liegen geblieben, aber wir mussten jetzt aufstehen, und so sagte ich: „So mein lieber Hein, jetzt müssen wir aber aufstehen!“ Ich sprang aus dem Bett, lief zum Fenster und öffnete die Jalousien. In der Zwischenzeit setzte sich Hein auf die Bettkante, um seinen Kreislauf erst einmal in Schwung zu bringen. Ich drehte mich um, ging auf ihn zu und gab ihm einen Kuss auf die Stirn. Da ich keine Schlafanzughose mehr anhatte, sagte Hein zu mir: „Maik, ich möchte ihm noch einen Kuss geben!“ Und ich lies es wieder geschehen. Er hatte mich nach wenigen Minuten schon so erregt, dass ich am frühen morgen schon wieder ein Feuerwerk der Gefühle erlebte. Das größte allerdings war das grandiose Feuerwerk, was er gerade entzündete. Er hat das Feuer allerdings gleich wieder mit seiner Spuke gelöscht. Anschließend sagte ich zu ihm: „Danke, Hein. Das war wieder phantastisch. So jetzt müssen wir uns aber beeilen.“ Während ich ins Bad ging, deckte Hein schon den Frühstücktisch. Nach dem Frühstück fuhren wir zur Bank. Da wir einen Termin hatten, war alles in zehn Minuten erledigt. Am Ausgang fragte mich Hein: „Maik, kannst du mich an der Apotheke absetzten ich muss noch ein Rezept einlösen?“ Und ich sagte ihm: „Natürlich!“ Ich setzte Hein, in der Breitenburger Straße, vor der Apotheke ab, und er sagte noch zu mir: „Danke Maik. Dann bis heute Mittag. Ich wünsche dir einen schönen Tag.“ Und ich erwiderte: „Danke Hein, dass wünsche ich dir auch. Also bis später!“ Hein stieg aus dem Auto aus und ich brauste los.

In der Firma angekommen, packte ich wie immer das Essen für meine Kunden in mein Fahrzeug ein. Ich war an diesem Morgen frohgelaunt. Kein Wunder nach diesem schönen Erlebnis am frühen Morgen. Ich fuhr meine Tour zu Ende und hielt nun vor dem Haus indem Hein wohnte an. Ich wollte gerade die Autotür öffnen, da klingelte mein mobiles Telefon. Ich drückte die Empfangen-Taste und sagte: „Hallo?“ Am anderen Ende der Leitung meldete sich eine weibliche Stimme und sagte zu mir „Guten Tag, hier ist das städtische Krankenhaus. Mein Name ist Schwester Inge. Ich rufe Sie an, weil Herr Hansen vor einer Stunde bei uns eingeliefert worden ist. In seiner Geldbörse fanden wir Ihre Telefonnummer, die im Notfall angerufen werden sollte.“ Ich war entsetzt und fragte die Schwester: „Ist was mit Herr Hansen passiert? Kann ich ihn sprechen?“ Sie sagte weiter: „Herr Hansen wurde mit Verdacht auf einen Schlaganfall eingeliefert. Er wurde in einem Café auf der Herrentoilette am Boden liegend und bewusstlos gefunden.“ Ich warf ein: „Das ist ja schrecklich!“ Sie fragte mich weiter: „Wissen Sie ob er noch Angehörige hat?“ Und ich sagte zu ihr: „Nein, ich bin aber sein Vormund!“ Sie sagte dann weiter: „Gut, dann möchte ich Sie bitten, zu uns ins Krankenhaus zu kommen, um die Personalien aufzunehmen und wenn möglich bringen Sie einige persönliche Sachen von ihm mit.“ Zum Glück hatte er mir alles gezeigt und so konnte ich ihr sagen: „Ja, natürlich! Er hat mir eine Tasche gezeigt, die er für einen Krankenhausaufenthalt schon vorsorglich gepackt hat. In etwa einer Stunde bin ich da.“ Ich war total aufgeregt und hörte sie gerade noch sagen: „Das ist in Ordnung, dann wissen wir bestimmt auch etwas mehr. Auf Wiederhören!“ „Danke! Tschüss!“ Ich zitterte am ganzen Körper: „Nicht schon wieder“, dachte ich mir. Nach dem schnellen Tod von Herrn Schmidt, den ich sehr gern mochte, nun das Dilemma. Ich lief die Treppen nach oben und öffnete die Wohnung. Dann rannte ich zum Kleiderschrank und holte die Tasche heraus. Danach holte ich die Papiere aus dem Nachtschränkchen und packte sie ein. Ich verschloss wieder die Wohnungstür, stieg in mein Fahrzeug, fuhr in die Firma und danach sofort in das Krankenhaus. Es war mittlerweile auch schon 14:15 Uhr geworden.

Im Krankenhaus angekommen ging ich zum Empfang. Dort saßen zwei Damen. Eine telefonierte gerade und die andere sah mich an, und ich sagte zu ihr: „Guten Tag, ich möchte zu Herrn Hansen, der heute morgen hier eingeliefert wurde.“Sie antwortete mir: „Guten Tag, einen Augenblick bitte, ich sage dem Stationsarzt Bescheid. Sie können sich ja einen Augenblick dorthin setzten.“ „Okay“, sagte ich und setzte mich auf den einzigen noch freien Stuhl. Die anderen Stühle waren schon alle besetzt. Ich nahm mir eine Illustrierte und blätterte wahllos darin herum. Nach etwa zehn Minuten kam ein schlanker Herr, so um die Mitte dreißig, auf uns zu. Er war ganz in weiß gekleidet und sagte zu mir: „Sie sind bestimmt der Herr, der zu Herrn Hansen möchte?“ Das war ja auch leicht zu erraten, denn ich war der einzige Mann der da saß, alles anderen waren Frauen. Ich stand auf und antwortete ihm: „Ja, das bin ich! Mein Name ist Maik Harmsen.“ Er reichte mir die Hand und sagte weiter: „Ich bin der Stationsarzt, Dr. Jens Möller. Ich möchte Sie bitten, mit in mein Büro zu kommen.“ Was sollte ich auch anders machen, also sagte ich: „Okay!“

Wir gingen durch einige Gänge und kamen in einem Behandlungszimmer an. Er sagte dann zu mir: „Bitte setzten Sie sich, Herr Harmsen!“ Und ich antwortete freundlich: „Danke!“ Danach fragte er: „Sind Sie ein Angehöriger von Herrn Hansen?“ „Nein, ich bin sein Vormund. Herr Hansen hat sonst keine Angehörigen mehr“, antwortete ich ihm. Dann sagte er weiter: „Sie wissen wahrscheinlich schon, warum Herr Hansen bei uns ist?“ „Na ja, eigentlich noch nicht so richtig“, beantwortete ich seine Frage. Dann begann er mir zu erzählen: „Er hatte heute morgen einen schweren Schlaganfall. So wie es aussieht ist die ganze rechte Körperhälfte gelähmt und wahrscheinlich auch sein Sprechvermögen. Leider fand man ihn erst sehr spät. Er war wohl in ein Café gegangen, nachdem ihm auf der Straße schlecht wurde, außerdem bekam er auch schlecht Luft. Er bestellte sich einen Kaffee und ging währenddessen auf die Toilette, wo man ihn etwa fünfzehn Minuten später fand. Obwohl der Rettungswagen in fünf Minuten vor Ort war, ist das doch für so einen schweren Schlaganfall eine lange Zeit. Wir wissen noch nicht inwieweit er wieder hergestellt werden kann. Wir behandeln ihn zur Zeit noch. Näheres können wir ihnen leider erst morgen sagen. Es tut mir leid!“

Das hatte gesessen. Ich war so traurig aber doch noch gefasst und sagte dem Herrn Doktor: „Na ja, Herr Doktor, dann müssen wir eben warten. Ich habe hier eine Tasche mit einigen persönlichen Sachen dabei. Was soll ich damit tun?“ „Die nehme ich mit. Die Formalitäten erledigen Sie bitte an der Anmeldung. Hat er eine unterschriebene Patientenverfügung? Fragte er mich und ich antwortete: „Ja, die habe ich hier!“ „Gut, dann nehme ich diese auch gleich an mich“, sagte er und nahm diese zu seinen Unterlagen. Nach diesem Schock wollte ich einfach nur noch nachhause und sagte dann zu ihm: „Gut Herr Doktor, dann komme ich morgen Nachmittag wieder vorbei. Sollte sich etwas ändern können Sie mich jederzeit anrufen. Meine Telefonnummer haben sie ja schon.“ Wir standen auf und reichten uns die Hände, dann sagte er mir: „Gut, das machen wir. Also bis morgen!“ „Ja, bis morgen“, antwortete ich und verließ den Raum. Ich ging zur Anmeldung zurück, wo ich die Personalien angab und endlose Formulare unterschreiben musste. Dann fuhr ich nach Hause. An diesem Abend legte ich mich schon früh schlafen. Mein Mobiltelefon legte ich auf den Nachttisch. Den Wecker stellte ich wie immer auf sieben Uhr ein. Aber ich konnte stundenlang kein Auge zu machen. Immer wieder musste ich an den schrecklichen Schicksalsschlag denken, der Hein wie aus heiterem Himmel traf. Irgendwann schlief ich dann aber doch ein...

Das schrille Klingeln meines Mobiltelefons schreckte mich jäh aus meinen Träumen auf. Verdattert schaute ich auf meinen Wecker. Es war 4:31 Uhr auf dem Display zu lesen: „Welcher Idiot ruft denn um diese Zeit an?“ dachte ich mir, drückte dann aber doch auf die grüne Empfangstaste und sagte schlaftrunken: „Hallo!“ Ich hörte eine weibliche weibliche Stimme sagen: „Guten Morgen, entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie zu Nachtschlafender Zeit stören. Hier ist das städtische Krankenhaus. Nachtschwester Christine. Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Herr Hansen um 4:11 Uhr verstorben ist!“

Mit einem Schlag wurde ich hellwach und ich wollte wissen: „Das kann doch nicht wahr sein? Woran ist er denn gestorben?“ Die Schwester erzählte mir dann die Details: „Zu seinem schweren Schlaganfall, bekam er heute Nacht noch einen Herzinfarkt dazu. Der war allerdings so schwer, dass wir ihn nicht mehr wiederbeleben konnten. So musste er allerdings auch nicht lange leiden.“ Nun wollte ich natürlich wissen: „Hatte er einen schnellen Tod?“ Und sie antwortete mir: „Ja, ihm ist dadurch auch allerhand erspart geblieben. Er wäre auf jeden Fall ein Schwerstpflegefall geworden und wäre in ein Pflegeheim gekommen.“ Das hätte ich ihm natürlich auch nicht gegönnt, und so sagte ich ihr: „Dann war es für ihn ja das Beste!“ Sie bejahte und wollte noch wissen: „Jetzt muss ich Ihnen noch eine Frage stellen: Wissen Sie, ob er einen Bestatter nach seinem Tod mit seiner Beerdigung beauftragt hat?“ Das war schon merkwürdig, das er mir dies alles in aller Eile noch gesagt hatte. Hatte er doch etwa seinem nahen Tod geahnt? Das war allerdings nun auch egal. Jedenfalls konnte ich die Frage beantworten: „Ja, das hat er. Es ist das Beerdigungsinstitut Richard Müller, in der Luisenstr 15. Die Unterlagen habe ich da und er hat, wie er mir sagte, für diesen Fall mit der Firma einen Vertrag abgeschlossen.“

Sie antwortete mir: „Sehr gut, Herrn Müller kenne ich persönlich. Ich rufe ihn an und er kümmert sich dann um alles. Sie müssten sich allerdings heute noch bei ihm, in seinem Büro melden um mit ihm alles zu besprechen.“ Ich war jetzt sehr erleichtert, dass ich das nicht auch noch alles tun musste und sagte ihr:„Ja, das werde ich tun, Danke!“ Sie antwortete mir: „Dann versuchen Sie noch ein wenig zu schlafen und machen Sie sich bitte keine Vorwürfe. Es hätte ihn niemand mehr retten können und er hat ja auch mit seinen siebenundachtzig Jahren ein Biblisches Alter erreicht.“ Ich bestätigte ihr dies mit: „Ja, das stimmt! Wann ist Ihre Nachtschicht zu Ende?“ „Um sieben Uhr!“ Da das nicht mehr lange war, sagte ich zu ihr: „Dann wünsche ich Ihnen noch einen angenehmeren Rest Ihrer Nachtschicht!“ Sie sagte spontan: „Danke! Und Ihnen noch einen paar Stunden Schlaf.“ Ich bedankte mich bei ihr und wir verabschiedeten uns.

Ich legte mich noch einmal hin und versuchte zu schlafen, aber es gelang mir nicht mehr. Ich war so aufgepeitscht, und dann übermannte mich eine Traurigkeit, wie ich sie noch nie erlebt hatte. Ich heulte einfach drauf los. Ich lies meinen Gefühlen freien Lauf und die Tränen rannen mir über meine Wangen, sodass mein Taschentuch, dass ich aus meinem Nachtspind gegriffen hatte, im Nu durchnässt war. So schluchzte ich noch eine ganze Weile, dann hörte ich auf weil ich mir sagte, dass ich ihm damit doch nicht mehr helfen kann. Dann dachte ich wieder an den schönen Urlaub mit ihm und wie er so stolz und glücklich war. Er hat mich immer bei allen Leuten, mit denen wir zusammen kamen, als seinen allerbesten Freund in seinem Leben vorgestellt. Was mir manchmal schon sehr peinlich war. Dann sah er mich immer so verliebt mit seinen blauen Augen an. Ich denke, dass alle mit denen wir zusammen kamen schon merkten was mit uns los war. Aber das war mir egal. Wenn man einen Menschen lieb hat, egal wie alt, egal welche Hautfarbe, egal welche Religion, egal welches Geschlecht, verbringe jede freie Minute mit ihm, niemand weiß wann man sich wieder trennen muss, dass ist wohl das wichtigste was er mir mit auf meinen weiteren Lebensweg mitgab. Als ich mit meinen philosophischen Betrachtungen fertig war, musste ich doch noch eingeschlafen sein.

Denn um sieben Uhr wurde ich wieder jäh vom Weckerläuten aus dem Schlaf gerissen. Bevor ich zu meiner Arbeitsstelle fuhr, schaute ich noch beim Beerdigungsunternehmen vorbei. Ich brachte ihnen die noch benötigten Unterlagen. Hein hatte alles akribisch geplant. Er wollte verbrannt werden und seine Urne sollte anonym beerdigt werden. Er wollte auch keine Trauerfeier, keine Musik, kein kirchliches Mitleid. Alles sollte ruhig und beschaulich sein, so wie er gelebt hat. Bescheiden und unauffällig. Dann fragte man mich: „Wir haben Herrn Hansen heute morgen abgeholt und er liegt jetzt bei uns im Kühlhaus. Möchten Sie ihn noch einmal sehen?“ Dazu hatte ich keinerlei Lust und sagte: „Nein danke, ich möchte ihn so in Erinnerung behalten, wie ich ihn zuletzt gesehen habe.“

Dann sagte man mir weiter: „Gut! Wir haben ihn schon bei der Stadtverwaltung, der Krankenkasse und der Rentenanstalt abgemeldet. Darum müssen sich sich nicht mehr kümmern. In ein paar Stunden haben wir auch die Kopien der Sterbeurkunde. Die benötigen Sie um seine Versicherungen, die Wohnung, Strom und Gasversorger und ähnliches abzumelden. Sie könnten heute Nachmittag nochmal vorbeischauen, um sich diese abzuholen.“ Ich antwortete: „Ja, das mache ich gern.“ Ich wollte mich gerade verabschieden, da hätte ich doch fast das wichtigste vergessen, aber die Sachbearbeiterin nahm es mir vorweg und sagte: „Wenn die Urne aus dem Krematorium zurück kommt werden wir Sie benachrichtigen. Da er auf der ´grünen Wiese´ beerdigt wird, müssen Sie das nur bei der Friedhofsverwaltung anmelden. Die heben dann ein Erdloch aus.“ So, das war auch geklärt, also sagte ich noch: „Gut, das mache ich, wenn es soweit ist! Also dann bis heute Nachmittag. Tschüss!“ „Tschüss!“

Ich schloss die Tür und fuhr in die Firma, brachte wieder das Essen zu meinen „alten Leutchen“ und fuhr nach getaner Arbeit wieder zum Beerdigungsinstitut. Nachdem ich die Sterbeurkunde abgeholt hatte, fuhr ich in die Wohnung von Hein. Dort angekommen weinte ich bitterlich. Die Tränen liefen über meine Wangen und ich fragte mich immer wieder: „Warum, warum?“ Aber ich fand keine Antwort, außer der: „Alles hat seine Zeit“. Und seine Zeit war abgelaufen. Aber was für ein schwacher Trost. Es war unfassbar! Gestern Abend agierten wir beide noch fröhlich vor der Videokamera und hatten Spaß bei unserem „Dreh“ und jetzt sitzt ich ganz allein in der Wohnung von Hein herum. Unfassbar!

Jetzt blieb mir noch die undankbare Aufgabe alle seine Unterlagen zu durchforsten. Die Kündigungen zu schreiben. Die Wohnung aufzulösen - da bekam ich zum Glück Hilfe von meiner Chefin und einigen meiner Kollegen, die sich angeboten mir zu helfen, als ich ihnen die Geschichte heute morgen im Büro erzählte. Natürlich nicht die „Liebeleien“. „Wie schnell ein Menschenleben ausgelöscht werden kann“, dachte ich so bei mir. Ich nahm mir ab sofort fest vor, jeden Tag so zu leben, als wenn es mein letzter Tag in meinem Leben wäre. In den Unterlagen fand ich eine Liste mit Adressen, Kundennummern und Namen mit Telefonnummern, die ich nach seinem Tod, anschreiben, kündigen oder informieren sollte. Wieder dachte ich:„Hatte er doch schon von seinem nahen Tod geahnt?“ Gut, dass mir meine Chefin eine Woche Urlaub genehmigt hatte. Sie kannte auch einen Antiquitätenhändler, der auch Sachen auf Flohmärkten zum Verkauf anbietet. Und tatsächlich nahm dieser fast alles mit, was an Geschirr, Vasen, Besteck und einigen anderen Sachen da war. Die großen Möbel holte sich ein gemeinnütziger Verein ab, der diese Sachen dann wieder an bedürftige Menschen zu günstigen Preisen verkauft. Die Kleidung brachte ich zu einer Kleiderkammer. Was sonst niemand haben wollte, kam in die Mülltonne oder brachte ich auf eine Deponie am Rande der Stadt.

Als Andenken an meinen Hein nahm ich mir zwei Regulatoren mit. Eine Uhr kam in meine Küche und die andere hängte ich an meine Wohnzimmerwand. Nach einer Woche war die Wohnung Besenrein und ich konnte sie der Hausverwaltung übergeben. Diese hatte auch schon einen Nachmieter gefunden. „Vielleicht ein neuer Kunde?“, dachte ich mir. Nach diesem neuerlichem Tiefschlag, hoffte ich allerdings das mir das so schnell nicht wieder passieren sollte. Aber das Leben hält nun mal viele Überraschungen bereit, positive wie negative, man muss nur daraus seine Lehren ziehen.

Endlich hatte ich Zeit unseren „Liebesfilm“ zu bearbeiten. Ich lud alles was ich aufgenommen hatte, von der Videokamera auf meinen Laptop, in mein Videobearbeitungsprogramm und dann ging es ans zurechtschneiden. Als ich mir die einzelnen Sequenzen so ansah, musste ich plötzlich wieder losheulen. Ich schluchzte drauf los und konnte den Tränenfluss nicht stoppen, es tat mir so leid, dass Hein schon sterben musste. Aber irgendwie schaffte ich es doch, noch den Film fertig zu stellen, sodass ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Noch schnell rendern, auf DVD brennen und fertig war die DVD-“Je oller, je doller“. Ich begab mich in mein Wohnzimmer und legte die DVD in meinen Player ein, um sie mir am Fernsehgerät anzuschauen. Alles funktionierte einwandfrei und der Film begann.

Ich sah nun wie wir uns beide auszogen und kam mir dabei vor wie ein Voyeur. Als ich mir das eine Weile so anschaute merkte ich, dass mich das was ich da sah doch sehr anmachte und musste mich meiner Hose entledigen. Jetzt war die Enge vorbei und ich fühlte mich wohler. Ich lümmelte mich auf meinem Sofa und ich legte Hand an und begann das, was ich dort sah auch live zu erleben. Ich sah wie Hein mich glücklich machte, und sah dann auch wie ich ihn zu höchsten Glücksgefühlen verholfen hatte. Ich bemerkte plötzlich, dass auch ich am „Point of not return“ angekommen war und rief ganz laut aus: „Das ist für dich, Hein!“ Ich hatte noch kurz vorher mein T-Shirt bis an mein Kinn gezogen, doch das war nicht weit genug. Das ich so geladen war, hätte ich nie gedacht. „Na ja, muss ich es morgen auswaschen“, sagte ich laut zu mir. Dann setze ich mich aufrecht hin und schaute in Richtung meines TV Gerätes, wo wir beide immer noch agierten und schrie: „Eigentlich wollten wir uns beide mit dem Film aufgeilen. Jetzt muss ich das alleine tun, das ist nicht fair von dir, Herr Hansen!“ Ich brüllte Hein an, weil dieser sich so schnell von mir verabschiedet hatte. Als mein Körper sich wieder entspannte, mein Puls sich wieder beruhigte, war aber alles wieder im grünen Bereich. Ich schaute mir den Film noch zweimal an. Dann ging ich in mein Bett. Diese Nacht konnte ich das erste mal wieder richtig durchschlafen.

So vergingen die Tage. Im Job gab es keine neuen Kunden. Abends vorm einschlafen schaute ich mir noch unseren Film an. Befriedigte mich dabei und konnte daraufhin immer gut schlafen. Dann, eines morgens, kam der erwartete Anruf vom Beerdigungsinstitut. Man teilte mir mit, dass am Freitag die Urnenbeisetzung um 14:30 Uhr stattfindet. Die Beisetzung verlief wie erwartet ruhig und beschaulich. Es waren ein paar Leute, Nachbarn und Freunde gekommen. Die meisten davon hatte ich angerufen, was sie mir sagten, als sie sich mir vorstellten. Die Beerdigung war schnell vorbei. Herr Müller vom Beerdigungsinstitut sagte noch ein paar tröstende Worte. Dann wurde die Urne beigesetzt. Ich legte eine weiße Nelke in das Urnengrab und verabschiedete mich nun endgültig von ihm. Die anderen Personen taten es mir nach. Als diese gegangen waren, sprach ich noch kurz mit Herrn Müller: „Herr Müller, ich komme dann morgen in Ihr Büro und bezahle die Rechnung!“ Und er antwortete, dass das in Ordnung geht. Ich verabschiedete mich und fuhr nach Hause. Am anderen Tag holte ich mir die Rechnung fuhr zur Bank, überwies den Betrag und löste dann das Konto auf. Damit war das Kapitel: Heinrich Hansen, für mich abgeschlossen - aber eine große, unerwartete Überraschung sollte noch auf mich zukommen...

 

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