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Verdammt gut gelaufen

- Erotischer Liebesroman -

von Maik Harmsen

 

Kapitel 7

Die Erbschaft

Es war ein verregneter Montag. Ich kam geschafft von meinem Job nach Hause und öffnete meinen Briefkasten. Unter einigen Werbe- und Bettelbriefen befand sich ein dicker Brief vom Amtsgericht. Ich bekam einen Schreck und zitterte am ganzen Körper. Ich fragte mich: “Habe ich etwas ausgefressen, was mir nicht bewusst ist?“ Ich grübelte und dachte, darüber nach. Fand aber keine logische Antwort. So ging das bis ich die Wohnungstür aufschloss und ich endlich meine Neugier befriedigen konnte. Meine Hände zitterten und ich war fast nicht in der Lage den Umschlag zu öffnen. Also holte ich mir ein Küchenmesser und rasch war der Brief geöffnet. Dann die Erlösung als ich las: „Sehr geehrter Herr Harmsen, hiermit möchten wir Ihnen mitteilen, dass Sie der Alleinerbe des kinderlosen Ehepaares Helga und Kurt Lütje geworden sind...

Bei der Testamentseröffnung ist niemand erschienen und wurde somit auch kein Einspruch erhoben …“ Ich hatte geerbt! Ich konnte es nicht fassen, was ich dann zu lesen bekam... Zum Nachlass gehört ein Haus mit fast 2000 Quadratmeter Grund und Boden. Bargeld, Schmuck und ein Wertpapierdepot sowie die komplette Wohnungseinrichtung. Damit erbte ich aber auch die Pflicht ihre Mietwohnung, die versiegelt worden war, nun zu räumen. Ich wusste zuerst gar nicht wie mir geschah. Nach den vielen Enttäuschungen und Todesfällen der letzten Zeit. Sollte ich wirklich einmal Glück haben? Natürlich konnte ich Helga und Kurt sehr gut leiden und sie mich auch. Aber das hatte ich nicht erwartet. Ich hatte Helga gern ihren letzten Wunsch erfüllt.

Nachdem Hein gestorben war, hatte ich keinen Sex mehr mit einem anderen Menschen und so lies ich es zu. Heute bereue ich das auch nicht mehr. Aber warum sich Kurt das Leben genommen hatte, dass konnte ich einfach nicht verstehen. Ich glaube, dass ich dazu keinen Mut aufgebracht hätte. Dazu lebe ich einfach zu gerne. Aber was soll es, ich kann vergangenes nicht mehr ändern. Jetzt hatte ich aber doch noch ein Problem: „Was sollte ich bloß allein mit einem so großen Haus anfangen“, fragte ich mich. Da der Makler es bis zu diesem Zeitpunkt doch noch nicht verkauft hatte, hatte er noch die Schlüssel, so rief ich ihn an und machte einen Termin mit ihm aus.

Zum vereinbarten Termin fuhr ich zum Haus und nahm es erst einmal in Augenschein. Zu dieser Zeit wohnte ich sehr beengt in einer Altbauwohnung bei einer Witwe. Ich hatte dort ein separates Zimmer mit Bad und WC. Meine Vermieterin, eine ältere Dame wollte mich immer bevormunden und die Miete sollte ich ihr immer schon ein paar Tage früher bezahlen, was ich aber nicht machte. Dann kam sie mir immer dumm und beleidigte mich auch schon mal. Nach der Besichtigung des Hauses, was mir doch sehr gut gefiel, kündigte ich meinen Mietvertrag bei der Witwe und zog in mein ererbtes Haus ein.

Dort wartete aber viel Arbeit auf mich. Der Garten war verwildert, da die Lütjes auf Grund ihres Alters, in der letzten Zeit nicht mehr viele Arbeiten machen konnten. Als erstes wollte ich einen schönen Sitzplatz am Haus haben. Dazu musste ich erst einmal das wilde Dornengestrüpp entfernen. Ich besorgte mir eine Motorsense und setzte alle Gehölze auf den Stock, so wie ich es einmal von meinem Opa gelernt hatte. Wenn es nach ihm gegangen wäre sollte ich nach der Schule eigentlich auch Gärtner werden. Ich bekam hier aber keinen Ausbildungsplatz, also fing ich eine Ausbildung als Altenpfleger an. Jetzt konnte ich mich endlich selber in meinem eigenen Garten verwirklichen.

Am Sitzplatz hob´ ich auch einen Teich aus. Diesen dichtete ich mit einer Folie ab und bepflanzte ihn rundum. Den Erdaushub gestaltete ich zu einem Hügel, von da aus lies ich dann das Wasser über verschiedene Steine wieder im Teich laufen, ein ewiger Kreislauf und verantwortlich dafür war eine Pumpe die ich mitten im Teich platzierte. Den Sitzplatz überdachte ich so, das ich auch einmal bei schlechtem Wetter im Freien sitzen konnte. Die Arbeit in meinem Essen auf Rädern-Job machte mir auch weiterhin viel Spaß, da ich immer mit Menschen zu tun hatte, die mir ihre Sorgen erzählten und ich konnte ihnen zuhören, was sie so alles in ihrem Leben erlebt hatten.

Eines Tages bekam ich eine neue Kundin, die hier neu zugezogen war. Diese belieferte ich nun als Letzte. Es war eine ältere Frau. Sie wohnte in einem alten Bauernhaus, etwas außerhalb, zur Miete. Ich schätzte sie so auf fünfundsechzig Jahre. Sie wohnte allein mit ihrem Sohn. Wir kamen oft in ein Gespräch, weil ich danach Feierabend hatte. Ich erzählte ihr von der vielen Arbeit an meinem geerbten Haus und das ich auch ganz alleine bin. Frau Pullmann, so hieß die Frau, erzählte mir, dass sie mit ihrem Sohn aus Niedersachsen hier her nach Mecklenburg gezogen ist, da sie hier bessere Arbeitschancen für ihren Sohn erwartete und auch die Mieten hier noch relativ günstig sind.

Ich lud die beiden an einem Freitagnachmittag einmal zum Kaffeetrinken ein. Kaufte Kuchen und deckte den Tisch, auf der noch nicht ganz fertigen Terrasse, mit Blick auf den neuen Teich. Wir unterhielten uns über Gott und die Welt. Frau Pullmann wollte auch mal etwas mit Pflanzen oder Blumen machen, aber dies war ihr aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich. Ihre Liebe zur Natur drückte sie im Malen und Zeichnen aus. Ich erzählte ihr von der Familie Lütje und wie ich zu dem Haus kam. Ihr Sohn war in meinem Alter und hatte mal im Garten- und Landschaftsbau als Aushilfe gearbeitet. Der Chef von ihm verlangte sehr viel Einsatz von den Männern, aber der Lohn war karg und wurde auch unregelmäßig bezahlt. So hörte er dort auf und war nun arbeitssuchend. Chris, so hieß der junge Mann bot mir seine Hilfe an. Ich konnte einen zweiten Mann gut gebrauchen, da am Teich noch große Steine zu bewegen waren und die Pergola auch noch nicht ganz fertig war. Also willigte ich ein.

Am Samstagmorgen war Chris pünktlich zur Stelle und wir tranken erst einmal einen Kaffee. Es war ein heißer Sommertag. Um 11:00 Uhr waren es schon achtundzwanzig Grad und es war sehr schwül. Ich tauschte meine Arbeitshose gegen eine kurze Sportshorts aus. Mein freier Oberkörper glänzte in der Sonne, da ich ihn kräftig mit Sonnenöl eingerieben hatte. Dann kam Chris auf mich zu und sagte: „Ach Maik, hast du für mich auch so einen kurzen Fummel? Meine Jeans ist mir ebenfalls zu warm“ Und ich antwortete ihm: „Na klar, kein Problem, Chris. Ich habe noch eine alte kurze Sporthose!“ Ich ging in das Haus und holte sie ihm.

Chris zog sein Hemd über den Kopf, die Jeans aus und stand fast nackt vor mir. Sein weißer Slip war ausgebeult, was mich etwas irritierte. Eigentlich gab es für so eine Reaktion seines Körpers doch gar keinen Grund. Es sei denn... Er zog ganz langsam, ohne Eile und ganz lasziv, die kurze Sporthose über seine Füße und dann seine Beine hinauf nach oben. Ich konnte mich nicht mehr zurückhalten, trat einen Schritt auf ihn zu und griff ihn ungeniert an seine Unterwäsche, und ihm schien das zu gefallen. Er sagte zu mir: „Was machst du da, Maik?“ Und ich antwortete ihm: „Als ich deine Beule gesehen habe, war mir einfach mal danach. Hat es dir gefallen?“ Er sah mir in die Augen und antwortete mir: „Ja, es war ein schönes Gefühl, einmal eine andere Hand an meiner Unterwäsche zu spüren.“ Dann entfernte ich meine Hand und sagte zu ihm: „So, jetzt lass uns mit der Arbeit beginnen!“ Und er erwiderte dies mit einem kurzen: „Okay!“

Wir gingen beide zum Freisitz und mit vereinten Kräften setzten wir die Pfähle für die Überdachung ein. Der Schweiß rann nur so über unsere halbnackten Körper. Unsere kurzen Shorts waren auch schon von Schweiß getränkt. Ich zog meine Shorts aus und stellte den Gartenschlauch an. Dann hob ich mit meiner rechten Hand den Schlauch über meinen Kopf und ließ das kalte Wasser über meinen Körper herunter laufen. Chris sagte zu mir: „Das ist eine gute Idee. Ich will auch mal!“ Ruck Zuck hatte er auch seine Shorts herunter gestreift und griff nach dem Wasserschlauch. Da ich mich genug abgekühlt hatte, gab ich ihm diesen. Ich lief währenddessen ins Haus, um uns ein Handtuch zu holen. Das Grundstück war mit einer hohen Hecke versehen und nicht einsehbar. Im vorderen Bereich zur Straße, dazu noch verwildert.

Danach arbeiteten wir einfach nackt weiter. Ich hatte im Garten noch viel vor, unter anderem träumte ich von einem Schwimm- und Badeteich. Aber erst einmal sollte die Pergola mit dem Haus verbunden werden, damit man trocknen Fußes den überdachten Sitzplatz erreichten konnte. In der Ecke sollte dann auch noch ein Kamin aufgemauert werden, damit man in der kühleren Jahreszeit noch draußen sitzen konnte. Diese Arbeiten sollten aber später gemacht werden. Zuerst einmal sollte der Garten soweit hergerichtet werden, damit im hinteren Bereich auch mal gefeiert werden konnte.

Gegen Mittag, läutete es an der Haustür. „Nanu, wer besucht mich denn um diese Zeit“, fragte ich mich. Ich zog mir schnell meine kurze Hose über und ging durch das Haus nach vorne. Vor der Tür stand die Mutter von Chris mit einem großen Korb und sagte: „Ich wollte euch beiden Mittagessen bringen. Ich habe gedacht, wenn ihr so viel arbeitet, braucht ihr auch etwas zwischen die Zähne. Ich habe euch Frikadellen und Kartoffelsalat gemacht.“ Das hatte ich aber jetzt nicht erwartet, und sagte zu ihr: „Danke! Aber kommen Sie doch erst einmal herein, Frau Pullmann.“ Ich ging mit Frau Pullmann nach hinten in den Garten. Chris hatte mitbekommen das seine Mutter im Anmarsch war und konnte sich gerade noch seine Shorts anziehen.

Ich war ehrlich überrascht und freute mich über ihren Besuch, und sagte zu ihr: „Setzen Sie sich doch bitte, Frau Pullmann.“ Dann ging ich ins Haus um die Teller, Gabeln und einen großen Löffel zu holen. Wasser und Limonade standen noch auf dem Tisch. Für Frau Pullmann nahm ich auch noch ein sauberes Glas mit. Dann deckte ich den Tisch auf der Terrasse. Als ich damit fertig war, begannen wir mit dem Verspeisen der leckeren Frikadellen und des Kartoffelsalates. Wir drei hatten alle einen gesunden Appetit und es wurde nichts übrig gelassen. Dann sagte Frau Pullmann: „So, jetzt spüle ich noch schnell das Geschirr ab.“ Sie packte alles in ihren Korb und verschwand im Haus. Ich sah ihr nach und dachte bei mir, dass Frau Pullmann noch eine attraktive Frau ist, sie hatte heute ein wunderschönes, geblümtes Sommerkleid an. Das sie keinen Mann mehr abbekam, konnte ich einfach nicht verstehen. Aber ihr verstorbener Ehemann war wohl ein Alkoholiker, wie Chris mir sagte, und sie habe jetzt halt Angst, dass sie wieder an einen Säufer gerät. Also wollte sie erst einmal alleine bleiben. Wir waren schon wieder fleißig beim arbeiten, als sie zu uns kam und uns zu rief: „So, Jungs, jetzt muss ich aber wieder los. Ich bekomme noch Besuch von einer alten Freundin. Ich wünsche euch beiden noch viel Schaffenskraft.“ Und ich sagte zu ihr: „Danke, Frau Pullmann. Ich bring Sie noch schnell zur Tür!“ Dort angekommen sagte ich ihr: „So, dann Tschüss, Frau Pullmann und Danke für das leckere Essen!“ Und sie antwortete mir: „Tschüss Maik, es war mir eine Freude euch ein wenig kulinarisch zu verwöhnen!“

Ich schloss die Tür wieder ab und kam zurück in den Garten. Ich sagte dann zu Chris: „Du Chris, in der großen Mittagshitze müssen wir nicht unbedingt arbeiten, morgen ist auch noch ein Tag. Was meinst du?“ Er antwortet mir: „Ich habe nichts dagegen!“ Dann machten wir beide es uns auf den Gartenliegen bequem und ließen die Sonne auf unsere nackten Körper brennen. Als wir so da lagen fragte ich Chris: „Hast du schon mal Erfahrung mit dem anderen Geschlecht gemacht?“ Und die Antwort von Chris kam prompt in Form eines klaren: „Nein! Dann wollte er von mir wissen: „Und wie sieht es bei dir aus, Maik?“ Und ich antwortete ihm: „Um ehrlich zu sein, ein einziges Mal.“ Dann wollte Chris natürlich wissen: „Mit wem?“ Und ich erzählte ihm die Geschichte von der Frau Lütje. Was ihn auch sehr betroffen machte.

Dann sagte Chris weiter: „Maik, wir können doch noch viel mehr gemeinsam unternehmen. Ich habe immer noch keine Arbeit und kann dir jederzeit bei deinen Gartenarbeiten behilflich sein. Mein größter Wunsch ist, mich als Gartenplaner selbständig zu machen. Ich habe das schon mal mit meiner Mutter durchgesprochen, sie unterstützt mich dabei. Heute Arbeit zu finden, ist nicht so leicht. Ich muss ja bedenken, das ich keinen ausgelernten Beruf habe. Immer nur Hilfsarbeiter war und dann noch die schlechte Bezahlung. Meine jugendlichen Kräfte kann ich auch anders einsetzen. Du verdienst doch als Fahrer auch nicht die Welt, oder?“ Was sollte ich dazu sagen, ich machte das ja nicht nur wegen des Geldes. Also antwortete ich ihm: „Na ja, das ist relativ. Wenn dir deine Arbeit Spaß macht, schaust du nicht auf jeden Cent. Aber mit deiner Gartenplaner Idee - das sollten wir mal durchrechnen und überlegen, ob es eine Alternative ist. Ich habe immer viel Kontakt mit älteren Menschen, komme viel herum, höre Schicksale von einsamen alten Leuten und bin zufrieden und glücklich. Ich habe aber auch viele allein stehende Menschen, die ihren Garten nicht mehr alleine bewirtschaften können. Meinen Job will ich vorerst nicht aufgeben, durch meine Arbeit bin ich zu diesem Haus gekommen. Wenn du Lust hast, können wir morgen weiter machen?“ „Gut, wann?“ „Ist dir acht Uhr recht, Chris?“ „Ja, das geht in Ordnung!“ Wir hatten jetzt auch genug Sonne getankt. Chris suchte seine Sachen zusammen und zog sich wieder an. Ich begleitete ihn noch zur Tür und wir verabschiedeten uns.

Am Sonntagmorgen erschien Chris, wie verabredet, um 8:00 Uhr. Allerdings nicht allein, sondern mit seiner Mutter. Sie wollte mich überraschten und brachte in ihrem Weidenkorb ein komplett hergerichtetes Frühstück mit. Im Korb hatte sie frische Brötchen, Butter, Käse, Marmelade, Wurst und Schinken, ja sogar drei hart gekochte Eier hatte sie dabei. Ich brühte noch schnell den Kaffee auf. Da wir wieder einen wunderschönen Tag hatten, deckte ich den Tisch auf meiner Terrasse wieder ein und wir frühstückten dann ausgiebig. Während wir so da saßen, sagte Frau Pullmann zu mir: „Maik, Chris erzählte mir gestern noch von seinen Plänen zur Selbständigkeit und das du ihn dabei unterstützen willst. Auch ich könnte euch dabei helfen und könnte zum Beispiel Angebote, Gartenpläne und Zeichnungen machen. Ihr beide kümmert euch um die körperliche Arbeit, den Außendienst und besucht die Kunden. Maik, du kannst bestimmt auch einige Kunden durch deine Arbeit gewinnen, da einige von ihnen ja auch Gärten besitzen und kannst somit auch mal erste Gespräche führen.“ Und ich antwortet ihr: Ja, das sagte ich auch schon zu Chris. Somit bräuchten wir erst einmal nicht viel Geld für Werbung auszugeben.“

In der kommenden Woche gingen wir drei zur Behörde und beantragten einen Gewerbeschein. Als Firmenbezeichnung planten wir: „Die lustigen drei Gärtner”. Inhaber Frau Petra Pullmann mit Sohn Chris und Maik Harmsen. Tatsächlich bekamen wir den ersten Auftrag, wenige Tage später, von einer alten Dame der ich ihr Menü brachte. Sie war gerade in ihrem Vorgarten. Ich rief ihr zu: „Ihr Garten bräuchte auch wieder mal eine richtige Pflege“, sie drehte sich um und erkannte mich erst jetzt: „Guten Tag Maik, bringst du mir wieder mein Essen?“ Und ich sagte zu ihr: Ja, das tue ich. Sie haben aber einen hübschen Garten, der macht bestimmt auch viel Arbeit, wie schaffen Sie das alles noch in ihrem Alter?“ Und sie antwortete mir seufzend: „Eigentlich hilft mir mein Enkel dabei. Allein würde ich das nicht mehr schaffen. Aber sie wissen doch junger Mann, wie das so ist. Mein Enkel kommt nur, wenn er mal wieder pleite - oder sein Auto kaputt ist. Und für die Gartenarbeit hat er zwei verschiedene Hände, also keine Lust, ich sag es mal deutlich.“

Ich nickte ihr zustimmend mit meinem Kopf und sagte: Ich habe einen Freund, der ist im Gartenbau tätig und der könnte ihnen zuverlässig dabei behilflich sein.“ Ich merkte, das ihr mein Vorschlag gefiel und sie antwortete mir: „Kann er mir den Garten so herrichten, dass er einfach ein wenig pflegeleichter wird? Ich sagte ihr: „Ich würde vorschlagen, ich spreche mal mit ihm und er kann ihnen einen Kostenvoranschlag machen. Außerdem macht er auch eine Zeichnung dazu, wie Ihr pflegeleichter Garten in Zukunft aussehen könnte. Alles erst einmal kostenlos und unverbindlich für Sie.“

Einen Tag später schaute sich Chris den Garten an und brachte wieder einen Tag später ihr den von seiner Mutter erstellten Kostenvoranschlag. Die alte Dame war hoch zufrieden und unser erster Auftrag war damit unter Dach und Fach. Wir hatten dort gut zwei Wochenenden zu tun, und ich half Chris natürlich dabei. Mit dem verdienten Geld kauften wir uns erst einmal notwendiges Werkzeug und eine Kettensäge.

Wenn ich alleine war, dachte ich sehr oft über mein noch junges Leben nach. Wie es weiter gehen sollte. Ob ich mal heirate oder auch Kinder haben werde. Ich war mir einfach nicht sicher darüber, ob ich nun schwul, hetero oder bisexuell war. Auf der einen Seite reizten mich sexuell, meist ältere Frauen, auf der anderen Seite auch wieder der männliche Körper von Chris. Wenn ich Frau Pullmann so ansah, hätte ich mir schon vorstellen können, mit ihr mal ein paar schöne Stunden zu verleben. Sie hatte einen Vorbau der nicht zu übersehen war. Bei Regenwetter hätte er mir einen absolut trockenen Unterstand gewährt. Allein der Gedanke daran, was sich weiter unten abspielen könnte, erregte mich auch sehr. Ich war hin und hergerissen und meine Gefühle fuhren manchmal Achterbahn mit mir.

In meiner Firma war ein anderer Fahrer, der die Südtour hatte. Wir sahen uns manchmal mittags in der Zentrale, wenn wir die leeren Behälter abgaben. Er war Frührentner und verdiente sich noch etwas dazu. Wenn er mich so von der Seite ansah wurde mir immer irgendwie ganz anders. Manchmal wurde es mir, bedingt durch meine rege Vorstellungskraft, schon sehr eng in meiner Unterwäsche. Eines Tages sprach mich mein Kollege an: „Maik, hast du eventuell mal Lust mit in das nahe Spaßbad zu kommen, dort ist eine neue Saunalandschaft eröffnet worden? Ich lade dich gerne am Freitag mal ein.“ Ich antwortet ihm, obwohl ich noch nie in meinem Leben in einer Sauna war: „Ja, gerne. Das wird bestimmt lustig werden.“ Das war ihm wohl sehr recht. Freudestrahlend sagte er zu mir: „Gut Maik, das freut mich sehr. Ich hole dich dann um sechzehn Uhr bei dir zu Hause ab.“

Ich nahm das Angebot nur an weil ich neugierig war. Sauniert hatte ich bisher noch nie, aber mich reizte es auch mal wieder andere, nackte Körper zu sehen und ein wenig zu spannen. Wir kamen kurz nach sechzehn Uhr vor dem Schwimmbad an und lösten unsere Eintrittskarten. Hans, so hieß mein Arbeitskollege, zog sich ungeniert vor den Umkleide Schränken aus und wickelte sein Saunatuch um die Lenden, was ich dann auch getan habe. Ich folgte ihm und der erste Weg führte uns in einen abgetrennten Raum mit mehreren Duschen. Dort befanden sich gerade zwei Personen. Eine Frau und ein Mann und duschten sich ab. Hans legte sein Badetuch vor den Raum auf dem Boden ab, stellte sich nun auch splitternackt unter eine Brause und drehte den Hahn auf. Ich war schon etwas nervös, denn sobald ich nun mein Badetuch ablegen würde, konnte mein nackter Body von vielen anwesenden Menschen gesehen werden. Das war mir noch ein bisschen peinlich und ich schämte ich auch etwas.

Seit meinem Gran Canaria Urlaub hatte ich auch so viele Menschen nicht mehr nackt gesehen. Aber dort war alles sehr weitläufig und ich lag fernab vom Trubel in den Dünen. Aber hier konnten mich alle auf sehr kurze Entfernung anstarren. Man denkt ja immer, wenn man nackt ist, das alle einem nur unter den Bauchnabel schauen, aber das ist in der Regel nicht so, da jeder eigentlich nur an sich denk und darüber sinniert wie er wohl selbst von den anderen wahrgenommen wird. Aber dann tat ich es und legte mein Badetuch ab. Duschte mich von Kopf bis Fuß, hob mein Handtuch wieder auf, trocknete mich ab und schlang es wieder um meinen Unterleib. Jetzt fühlte ich mich schon wieder ein wenig wohler.

Hans lief geradewegs auf die Dampfkabine zu. Ich sah durch die Glasscheibe, dass sie einem orientalischen Badehaus nach empfunden war. Jeweils kleine Minarette, geflieste Bänke für zwei Personen, teils verwinkelt und viel Dampf und leise orientalische Musik. Hans öffnete die Tür, ging hinein und ich folgte ihm. Beim hinsetzten streichelte Hans mich an meinem Oberschenkel und rutschte mit einer Hand auch in meinen Schambereich, was nicht ohne Folgen blieb. Es kamen nun plötzlich andere Leute in die Sauna. Ich setzte mich aufrecht hin und bedeckte meine Blöße mit beiden Händen, die ich wie beim Beten faltete. Hans erfreute sich sichtlich an diesem Schauspiel. Sagte aber nichts. Zum Glück wurden jetzt auch die Dampfschwaden dichter, sodass ich die Personen gegenüber nicht mehr sah. Dann hörte ich Hans leise zu mir sagen: „Hast du Lust, nach der Sauna, noch auf eine Cola zu mir zu kommen, Maik?“ Und ich antwortete ihm: „Ja, das würde ich gerne tun!“ Durch den Dampf schwitzte ich am ganzen Körper und der Schweiß ran in Rinnsalen an mir herab. Hans stand plötzlich wortlos auf und ging zur Tür. Ich folgte ihm. Nach zweimaligem wiederholen dieser Prozedur verliesen wir die Sauna wieder und fuhren zu Hans nachhause.

Dort angekommen sagte ich zu ihm: „Hans, du hast aber eine schöne Wohnung.“ Er beantwortete dies mit einem: „Findest du?“ Und ich sagte ihm: „Ja, finde ich schon. Wenn ich da an das ´Rattenloch´ bei meiner früheren Vermieterin denke.“ Er lächelte mich an und sagte: „Setz dich doch schon mal ins Wohnzimmer, Maik, ich bringe dir gleich deine Cola.“ Ein paar Minuten später betrat Hans das Wohnzimmer mit zwei gekühlten Colaflaschen. Er sagte zu mir: „So, bitteschön, Maik. Möchtest du ein Glas?“ Und ich antwortete ihm: „Nein danke, Hans, ich trinke aus der Flasche.“ Und er: „Gut, ich auch.“ Hans setzte sich neben mich auf die Couch und druckste so herum, bevor er zur Sache kam: „Maik, als ich dich vorhin in der Sauna so nackt gesehen habe lief es mir kalt den Rücken herunter. Du hast etwas geiles an dir, was ich gern mal mit dir teilen würde. Hättest du Lust dazu?“ Ich dachte eine Weile darüber nach und sagte ihm: „Na ja, im Prinzip wäre ich schon bereit dazu, a...“ Er unterbrach mich mit einem: „Danke! Ich habe es gewusst!

Bevor ich noch etwas sagen konnte, sprang er vom Sofa auf und zog sich in Windeseile seine Klamotten aus, bis er schließlich splitternackt vor mir stand. Dann ging er auf mich zu und machte meine Hose auf, zog sie mir herunter, sodass ich nur noch meinen Slip anhatte. Darauf schaute er nun und bemerkte etwas wie: „Hat dich das so erregt, Maik?“ Ich tat so als ob nichts wäre und fragte ihn: „Wieso?“ Er fasste mit seiner rechten Hand an meinen Slip und sagte: „Aus diesem Grund!“ Ich spürte wie seine Hand mich leicht streichelte und mich erregte das natürlich sehr. Kurze Zeit später lag auch mein Slip auf meinen Füssen, wo schon meine Hose verweilte. Dann sagte er: „Maik, lege dich mal bitte mit dem Rücken auf das Sofa.“ Ich streifte meine beiden Hosen von meinem Füssen ab und legte mich waagerecht hin. Hans nahm nun eine Tube von Tisch, schmierte und massierte mich damit ein. Das gleich machte er dann auch hinter seinem Rücken. Nachdem er damit fertig war kletterte er auf das Sofa und setzte sich auf meinen Bauch, dann war es schon passiert. Ich lag da und hatte meine Beine zusammengepresst. Hans fühlte sich wohl auf meinem Schoß, was ich an einem leichten stöhnen vernahm. Ich spürte sein Körpergewicht auf mir und lag nun wie eingeklemmt in einem Schraubstock.

Dann fing er an sich nach oben und unten zu bewegen. Er fragte: „Gefällt dir das, Maik?“ Wenn so ein Walross auf dir liegt, hat das ja mit gefallen nichts mehr zu tun. Aber aus Höflichkeit antwortete ich: „Ja, und ob! So habe ich das auch noch nicht erlebt.“ Hans hüpfte nun mit seinem Hinterteil, wie auf einen Trampolin, auf und ab. Ich hatte nur die Hoffnung, dass er mir dabei nichts abbricht. Hans hatte nun seinen Rhythmus gefunden und stöhnte und keuchte vor Wollust, immer auf und ab. Und so kam es wie es kommen musste, es kam mir und ich stöhnte mit Hans um die Wette, und der schrie jetzt: „Oh, war das geil, Maik!“ Hans blieb noch einige Zeit auf mir sitzen, um zu verschnaufen. Dann sagte er zu mir: „So, Maik, ist stehe jetzt auf!“ Und ich antwortete ihm: „Ja, gut!“

Hans krabbelte sich mühsam von meinem Körper herunter und stand nun vor der Couch. Ich setzte mich auch hin und Hans stand nun direkt vor mir. Da konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und griff ungeniert zu. Alles was ich zu fassen bekam wurde mit Hingabe und Leidenschaft königlich verwöhnt. „Oh, ist das so schön“, stöhnte Hans und seine Lenden begannen sich Vorwärts und Rückwärts zu bewegen. Als ich einen süßlichen Geschmack auf meiner Zunge spürte, wusste ich, dass dieses schöne Spiel für ihn auch bald vorbei sein musste. Und schon war es geschehen. Ich sagte zu Hans: „Das hätte ich von dir so schnell nicht erwartet! Das war einfach nur geil, geil, geil!“ Und er antwortete mir: „Das können wir ja öfters wiederholen, Maik.“

Das war wieder mal ein sehr schöner Tag für mich und ich kam auch erst spät nach Hause. Chris hatte schon den ganzen Abend versucht mich anzurufen. Wir sollten bei einem Kunden einen größeren Teich mit Bachlauf und Quelle anlegen. Ein Auftrag in einem größeren Umfang. Frau Pullmann hatte schon Skizzen entworfen und eine Material Liste zusammen gestellt. Einen Preis wollten wir zusammen festlegen. Dann um 22:31 Uhr erreichte er mich, und sagte: „Hallo Maik, wir haben einen großen Auftrag bekommen und müssen das morgen besprechen. Wann passt es dir?“ Ich überlegte kurz, hatte aber keine anderen Termine und so sagte ich ihm: „Nach Feierabend, ich bin so gegen 16:00 Uhr zuhause, dann könnt ihr kommen!“ Er sagte: „Gut in Ordnung, also bis morgen!“

Um 16:00 Uhr setzten wir drei uns zusammen und diskutierten den Zeitplan, Maschineneinsatz und den Preis. Ich schlug vor, einen Minibagger zu mieten und den Erdaushub als Wall aufschütten um daraus die Quelle zu modellieren und anschließend den Bachlauf mit dem Teich verbinden. Chris sagte: „Wir benötigen eine Teichpumpe mit mindestens 10000 Liter Durchlauf Leistung und 1,5Zoll Schlauch“.Die Materialliste wurde immer länger. Ich schlug vor, die Hauptarbeiten auf ein Wochenende zu verlegen, damit alle drei fröhlichen Gärtner mit anpacken konnten. Mein Vorschlag lautete wir folgt: „Wir mieten uns einen Minibagger für das Wochenende. Dann kann ich Freitag ab 14:00 Uhr anfangen und wir arbeiten bis es dunkel wird.“

Frau Pullmann hatte wieder etwas essbares im Gepäck, und zwar gab es Nudelauflauf mit überbackenem Käse. Nach dem köstlichen Mahl sind die beiden wieder nachhause gefahren. Chris wollte am anderen Tag dem Interessenten den Preisvorschlag unterbreiten. Was er dann auch tat und tatsächlich haben wir den Auftrag bekommen. Der Kunde war mit dem Preis einverstanden und leistete auch schon eine Vorauszahlung, weil wir Material einkaufen mussten. Am Wochenende war es so weit, die Arbeiten konnten bei dem Kunden beginnen. Ich hob, mit einem geliehenen Minibagger das Loch für den Teich aus. Die Erde die dabei anfiel wurde als Wall aufgeschüttet, verdichtet und mit großen Steinen zum Nachbar Grundstück gesichert. Um 22:00 Uhr war dann erst einmal Schluss. Das Loch war bis auf kleine Handarbeiten fertig und am Sonntagmorgen wollten wir die Folie verlegen. Chris und ich fuhren richtig kaputt, verschwitzt und dreckig nach Hause. Im Auto fragte mich Chris: „Maik, könnte ich vielleicht bei dir duschen, bei uns gibt es heute kein warmes Wasser? Warum sollte ich das ablehnen und sagte natürlich: „Na klar, warum nicht. Du kannst auch bei mir pennen, dann brauch ich dich nicht nachhause zu fahren und wir könnten morgen früh von mir aus gleich starten.“

Zuhause angekommen duschten wir dann allerdings gemeinsam. Chris fragte mich: „Wie war es denn bei Hans zu Hause?“ Und ich antwortete ihm: „Ach so, dass weißt du auch schon? Na ja, wir waren in der neuen Sauna am Park.Im Dampfbad war richtig was los. Wir setzten uns in der Sauna hin, er berührte mich zuerst am Oberschenkel und dann in meinem Schambereich. Nach der Sauna fuhren wir zu ihm nachhause und ich habe ihn lieben dürfen. Ich sage es dir ehrlich und im Vertrauen, der Hans ist ein feiner Kerl, aber Stockschwul! Bist du es eigentlich auch, Chris, so wie wir miteinander umgehen, oder bist du dir auch unsicher?“ Und Chris antwortete mir: „Ich weiß es manchmal selber nicht. Auf der einen Seite reizen mich ältere Frauen, aber auch Männer.“

Nach dem Duschen hatten wir uns unsere kurzen Sporthosen und T-Shirts angezogen und saßen noch kurz auf meinem Sofa nebeneinander. Auf einmal fing Chris an mich an den Innenseiten meiner Schenkel zärtlich zu streicheln, dabei sagte er: „Ich glaube, das ich wohl schwul bin, aber so ganz sicher bin ich mir auch nicht. Auch ich hatte schon öfters Liebesabenteuer, meist allerdings mit älteren Frauen, die meine Mutter hätten sein können. An unserem vorherigen Wohnort war eine Nachbarin, sie war mindestens vierzig Jahre alt und ich war gerade sechzehn geworden. Sie hat mich nach allen Regeln der Kunst verführt. Ich hatte keine Ahnung von Liebe, aber sie wusste alles und machte mich zum Mann. Mit ihr hatte ich auch schon beim ersten Mal einen richtiger Orgasmus. Sie bat mich aber mit keinem darüber zu sprechen. Ich wäre ja schön blöd gewesen hätte ich das getan, ich bekam von ihr immer ein gutes Schweigegeld, Leider hatte sie eines Tages einen Freund und zu dem ist sie dann auch hin gezogen.

Meine Mutter hatte zu der Zeit selber einen Liebhaber und ich hörte oft diese merkwürdige Laute aus dem Schlafzimmer. Dann habe ich mich auch immer ein wenig verwöhnt. Als ich das erste Mal mit dir zusammen war, Maik, merkte ich erst, wie schön auch Männerliebe sein kann. Außerdem hast du auch mein sehr geringes Selbstbewusstsein gestärkt, denn alleine hätte ich mich nie selbständig gemacht. Auch meine Mutter ist zufriedener geworden, wo sie jetzt wieder gebraucht wird und nicht mehr auf das Jobcenter angewiesen ist. Ich meine, sie ist jünger geworden. Wenn wir diesen Auftrag abgewickelt haben, bleibt auch etwas in der Kasse über. Wollen wir noch Werkzeug kaufen, oder erst einmal eine Reserve anlegen? Wie lange willst du eigentlich noch deinen Essen auf Rädern Job machen, Maik?“ Und ich antwortete ihm: „Ich möchte diesen noch einige Zeit ausüben, da uns der Job immer wieder neue Kunden zuspielt, und darauf können wir noch nicht verzichten. Außerdem, du glaubst gar nicht, was mir die alten Leute manchmal anvertrauen.

Ich erzähle dir dazu jetzt mal ein Beispiel von einem älteren, allein lebendem Herr. Der erzählte mir folgendes: ´Meine Enkel oder auch schon Urenkel sind in alle Winde dieser Erde verstreut. Aber wenn es an das Geld geht, kommen sie aus allen Löchern wieder vor gekrochen. Nach dem Motto: Ach, Opa, wir haben uns doch damals immer gut verstanden. Nur bei deinem Umzug in die neue Wohnung konnte ich dir leider nicht helfen, ich war gerade mit meiner Frau auf Gran Canaria. Aber du hast es doch auch mit deinem Nachbarn geschafft, oder? Ich komme eigentlich nur, um dich von den Kindern zu grüßen. Björn hat den Führerschein bestanden und wünscht sich ein kleines Auto. Aber wir haben, wie du weißt, an unserem Haus investiert. Außerdem wollen wir wieder in den Urlaub fliegen. Könntest du uns eventuell, mit einer kleinen Summe aushelfen?´

Die Geschichte erzählte mir Herr Petersen. Er sagte seiner Verwandtschaft, dass er leider nicht helfen kann, da er selber nach Gran Canaria fliegen wolle. Das ist jetzt schon fast zwei Jahre her und es hat sich von der Verwandtschaft keiner mehr blicken lassen. Gestern fragte er mich, ob ich mal mit ihm einen Sonntagsausflug machen würde. Sein Mercedes würde zwar schon länger in der Garage stehen. Er würde ihn aber vorher von seiner Werkstatt noch durchsehen lassen. Ich erzählte ihm auch von dir und er sagte, dass ich natürlich auch meinen Freund und Gartenhelfer mit nehmen darf, und alles auf seine Kosten geht. Sein Motto lautet jetzt: Lieber noch selber etwas erleben, als den Kindern, Enkeln und Urenkeln das Leben zu versüßen, die können selber arbeiten.“ Chris unterbrach mich um mir zu sagen: „Da hat er vollkommen Recht: Ein Sprichwort sagt, wenn deine Erben erster Klasse fliegen, hast du falsch gelebt.“ Ich nickte zustimmend mit meinem Kopf und antwortete ihm: Nun, Chris, weißt du, warum ich meinen Job nicht aufgeben will, meine ´Alten Herrschaften´ brauchen mich. Am Sonntag fahre ich Herrn Petersen spazieren. Hast du Lust mitzukommen?“ „Ja, gern!“ „Gut, dann sage ich ihm morgen Bescheid!

Jetzt aber mal zu uns beiden. Wie stellst du dir deine Zukunft vor, Chris? Du weißt, das ich dieses Haus geerbt habe, aber es ist für mich viel zu groß. Es war gedacht für eine Familie. Ich dachte mir, dass wir beide hier zusammen einziehen. Die Unkosten würden wir uns dann beide teilen. Wir könnten dann zusammen Veränderungen am Haus vornehmen. Zum Beispiel könnten wir vorne im Garten ein Wasserspiel mit Beleuchtung einbauen, so können alle Leute sehen, was wir so im Garten alles zaubern können. Bewegtes Wasser, in Verbindung mit passender Bepflanzung, das alles abends angestrahlt, lockt immer Kunden an. Wenn deine Mutter auch will, kann sie oben die abgeschlossene Wohnung beziehen, dann kann sie uns kulinarisch ein wenig verwöhnen und auch mal unten die Hütte sauber halten. Ob ihr nun dem fremden Hauswirt das Geld in den Rache schmeißt, oder wir ziehen alle an einem Strang. Wir verstehen uns doch eigentlich ganz gut, aber du kannst auch gerne unten ein separates Zimmer haben, nur Küche, Bad und WC müssen wir teilen. Natürlich kannst du abends in mein Bett kommen, damit wir zusammen kuscheln können. Außerdem bin ich schon wieder unheimlich geil und könnte mit dir schon wieder ein wenig schmusen.“

Chris überlegte nicht lange und nahm das Angebot von mir an. Er zog mit seinen wenigen Sachen ein paar Tage später bei mir ein. Seine Mutter kam dann drei Wochen später zu uns. Wir renovierten dann noch ihre alte Wohnung. Da sie einen Nachmieter hatte, konnte sie auch schon früher die Wohnung verlassen. Nun lebten wir drei unter einem Dach. Frau Pullmann machte den Telefondienst und die Buchhaltung. Zuvor hatten wir beide ihr ein Bürozimmer eingerichtet. Wenn das Telefon klingelte, meldete sich Frau Pullmann stets mit einem freundlichem: „Hallo, hier sind die drei fröhlichen Gärtner, was kann ich für Sie tun...?“ Sie erstellte dann die Angebote für die Interessenten. Außerdem sorgte sie für unserer leibliches Wohl und hielt auch unser Haus sauber. So konnte ich mich ganz meinem Job widmen. Dadurch bekam ich tatsächlich immer mal einen neuen Auftrag für unsere Gartenfirma.

Manchmal half uns Hans noch am Wochenende aus. Wir liebten uns dann, nach getaner Arbeit, gerne auch mal zu dritt. Zwischenzeitlich hatten Chris und ich uns auch geoutet, weil wir unsere Gefühle füreinander nicht immer verstecken wollten. Natürlich erfuhr Frau Pullmann als erstes davon und sie sprach zu uns: „Ich habe mir das ja schon immer gedacht. Chris war immer anders als die Jungen in seinem Alter. Er hatte nie viele weibliche Freundschaften. Eine richtige Freundin hatte er auch nie. Ich habe mir schon darüber den Kopf zerbrochen. Eine Mutter spürt das wahrscheinlich instinktiv. Aber ich habe nie etwas zu ihm gesagt. So ihr beiden. Jetzt bleibt mir nur noch eins, euch alles Glück der Erde zu wünschen.“ Chris trat auf sie zu und sagte zu ihr: „Danke Mutter, Du bist doch die Beste“, und gab ihr einen Kuss auf ihre Stirn. Sie fasste mich und Chris an den Händen und zog unsere Körper an sich heran, und drückte uns ganz fest an sich, dann sagte sie zu uns: „Ich habe heute, ohne schmerzende Geburtswehen, einen zweiten Sohn bekommen.

In erster Linie ging es mir aber eigentlich nur darum, für den Fall vorzusorgen das mir mal etwas passiert. Ein Unfall mit Todesfolge zum Beispiel. Für diesen Fall hätte ich Chris das Haus auch vererben können, aber dann wären auch Erbschaftssteuern angefallen und wovon sollte er diese bezahlen. Also fasste ich den Entschluss Chris zu heiraten. Chris war damit einverstanden und so heirateten wir einen Monat später im kleinen Kreis und ohne es an die große Glocke zu hängen. Auch meiner Chefin, hatte ich zunächst davon nicht in Kenntnis gesetzt, und das sollte sich noch rächen... Ich meldete also meinen Urlaub an und sagte ihr, dass ich mit einem Freund für drei Wochen nach Thailand fliege. Das es Flitterwochen waren, musste sie ja nicht unbedingt wissen. Sie genehmigte mir den Urlaub und dann ging es los... Nach einem nicht enden wollenden Flug kamen wir endlich an. Wir fühlten uns wie im Paradies und wir verlebten eine wunderschöne Zeit. Aber alles hat auch mal ein Ende, und es ging wieder nachhause...

Dies ist ein Auszug aus dem eBook „Verdammt gut gelaufen“, von Maik Harmsen. Das komplette eBook ist erhältlich in allen eBook-Shops, wie .z.B.: Amazon.de, Neobooks.com, buecher.de, eurobuch.com und viele weitere mehr.

 

In­halts­ver­zeich­nis

Inhalt | Bewerbung | Schmidt | Nachbar | Gran Canaria | Abschied | Letzter Wunsch | Erbschaft | Buch | Autor
 

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