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Ich wei was ich tu!

Safer Sex

AIDS führt immer zum Tode...

                                 ... eine HIV-Infektion nicht!

Die Diagnose HIV+ war früher ein Todesurteil. Menschen starben an AIDS oder an den Nebenwirkungen der Behandlung.

1996 brachte die Kombinationstherapie den Durchbruch. Seitdem ist eine dauerhaft wirkungsvolle Behandlung der HIV-Infektion möglich, eine AIDS-Erkrankung lässt sich fast immer vermeiden. Je früher die Behandlung beginnt, desto sicherer ist der Erfolg. Viele Menschen kehrten damals buchstäblich vom Sterbebett zurück ins Leben.

Heute haben HIV-positive Menschen bei rechtzeitiger Diagnose eine fast normale Lebenserwartung. Ihnen stehen alle Möglichkeiten offen: Sie können jeden Beruf ausüben, jeder Freizeitaktivität nachgehen und unbeschwert Sexualität erleben, denn eine gut wirksame HIV-Therapie verhindert auch die Weitergabe des Virus an andere.

Leider wissen viele Menschen nichts davon. Risiko-Gruppen lassen sich aus Angst nicht testen und HIV-Positive in Behandlung leiden heute mehr unter gesellschaftlicher Ausgrenzung als an der Diagnose.

Ebenso können sich HIV-negative Menschen mit einer ähnlichen Kombinationstherapie als "Prä-Expositions-Prophylaxe" kurz PrEP bekannt, vor einer Ansteckung mit HIV zu schützen. Das verwendete Medikament, Truvada®, ist in Deutschland seit Oktober 2016 auch für die Prävention zugelassen. Ärzte können das Medikament verschreiben, allerdings derzeit nur auf Privatrezept.

Eine Monatsdosis kostet in Deutschland allerdings ca. 800 Euro. In den USA übernehmen die Krankenkassen diese Kosten. Dort will man so die Verbreitung von AIDS bis 2030 stoppen. Auch in Norwegen will man das Medikament umsonst abgeben. Wer im Urlaub nach Afrika oder in den Fernen Osten reist, ist da fein raus: In vielen angeblich unterentwickelten Ländern gibt es PrEP schon für weniger als einen Euro am Tag. Und der dazu notwendige Arztbesuch vor Ort kostet auch fast nichts. Mehr Infos zur PrEP

Sollte man ganz ohne Vorbeugung einen "Risiko-Kontakt" gehabt haben, gibt es zur Not noch PEP. Das ist die Abkürzung für Post-Expositions-Prophylaxe. Es handelt sich dabei um eine vorbeugende medikamentöse Behandlung, um das "Einnisten" des HI-Virus im Körper zu verhindern.

Eine PEP-Behandlung sollte möglichst sofort, aber spätestens innerhalb von 72 Stunden nach dem unsicheren Kontakt eingeleitet werden. Sie dauert meist vier bis sechs Wochen. PEP ist also keine "Pille danach" und kein hundert prozentiger Schutz! Sie wird nur im Notfall und nur nach ärztlicher Beratung und Verordnung vergeben. Die Krankenkassen übernehmen die erheblichen Kosten nur im begründeten Einzelfall.

Trotz all dieser riesigen Fortschritte bleibt das Kondom immer noch das wichtigste Utensil, um gefahrlos Sex zu haben. PrEP, PEP & Co. bekämpfen zwar die HI-Viren und halten diese in Schach, gegen alle anderen sexuell übertragbaren Krankheiten sind sie allerdings machtlos.

Und eine vollständige Beseitigung einer HIV-Infektion ist in den nächsten 10 Jahren nicht in Sicht, obwohl weltweit daran geforscht wird.

Wichtigste Quelle: AIDS information aus USA (leider nur in Englisch)

Häufiger Übertragungsweg für das HI-Virus ist ungeschützter Sex.

"Safer Sex" kann das Risiko einer Ansteckung mit HIV weitgehend vermindern. Hier die Grundregeln:

- Analverkehr - egal ob aktiv oder passiv - nur mit Kondom, da bereits der Kontakt von Darm- und Penisschleimhaut eine Infektionsrisiko darstellt.!

- Blasen ja, aber raus bevor es kommt. Also nicht im Mund eines Sex-Partners abspritzen. Falls es doch passiert, das Sperma nicht schlucken, sondern ausspucken und den Mund mit Wasser spülen.

- Kein Sperma oder Blut in Augen oder Wunden gelangen lassen.

Wer Analverkehr ohne Kondom praktiziert sollte darüber informiert sein, dass das Risiko einer Ansteckung mit HIV enorm ist.

Kondome können zudem vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten wie Syphilis, Tripper und Feigwarzen schützen. Diese Krankheiten werden auch STDs oder Geschlechtskrankheiten genannt.

Achtung!

In den Anzeigen und im Chat wird Sex ohne Kondom oft bareback, bb oder raw genannt. (Analverkehr ohne Kondom, Abspritzen in den Mund, Schlucken von Sperma etc.)

Hier kannst Du Dich ausführlich zum Thema AIDS und "Safer Sex" informieren:

Sexrisiko Aidsberatung Aidshilfe Aidshilfe-Beratung

Bundesweite Telefonnummer: 0180 - 3 31 94 11

Die telefonische Beratung der AIDS-Hilfen hat die bundesweit einheitliche Nummer 0180 33 19411 (maximal 9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, maximal 42 Cent/Min. aus den deutschen Mobilfunknetzen). Zu erreichen montags bis freitags von 9 bis 21 Uhr, sowie samstags und sonntags von 12 bis 14 Uhr. Du kannst bei Deinem Anruf anonym bleiben.