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Schwule Ehe in Asien

homo.net Info vom 23. Mai 2019
von Webmaster Jan

 

Endlich ist es soweit. Auch in Asien können ab diese Woche Schwule heiraten. Noch allerdings nur in Taiwan.

Vor zwei Jahren hatte das oberste Gericht in Taiwan das Eheverbot für Schwule und Lesben als verfassungswidrig erklärt. Die Regierung wurde aufgefordert, die Gesetzeslage innerhalb von 24 Monaten zu überarbeiten.

Aus der Begründung: „Die sexuelle Orientierung ist ein unveränderliches Merkmal, das sich nicht ändern kann. Die Ehefreiheit für zwei Personen des gleichen Geschlechts wird, sobald sie rechtlich anerkannt ist, zusammen mit der geschlechtsspezifischen Ehe die kollektive Grundlage für eine stabile Gesellschaft.“

Im November 2018 gab es ein Volksbegehren wie das Urteil umzusetzen sei. Sieben Millionen Wahlberechtigte sprachen sich gegen die Öffnung der Ehe für alle aus. Mehr als sechs Millionen stimmten für eine rechtliche Sonderbehandlung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Die Befürworter der Ehe für alle kamen nur auf die Hälfte der Stimmen.

Nach dem Referendum im November sprachen gay Aktivisten trotzdem mit Recht von einem „Sieg für alle, die die Familienwerte schätzen.“

Umstritten war die Entscheidung des Verfassungsgerichts besonders bei konservativen und christliche Organisationen. Sie hatten in den vergangenen Monaten mehrere Referenden angestrengt. Zum Glück vergeblich.

Dabei sind in Taiwan nur fünf Prozent der Bevölkerung Christen. Sie setzten auf gezielte Kampagnen in den sozialen Netzwerken, um Stimmung gegen die Homo-Ehe zu machen und propagieren den Schutz der traditionellen Familie. Die Homo-Ehe widerspreche chinesischen Werten. Es wird den Christen in Taiwan kaum gelingen zu erklären, was das für chinesische Werte sind. Denn auch in Deutschland dürfte kein AfD Mitglied erklären können, welche Deutschen Werte es sind, die gegen Ausländer verteidigt werden müssen.

Was vor 20 Jahren noch völlig undenkbar war, ist inzwischen Alltag: Man kann in Taiwan als Homosexueller Händchen haltend über die Straße laufen.

Am Sonntag nicht vergessen: Wer nicht wählen geht, stärkt die rechtsradikalen Parteien. Denn deren verblendete Wähler gehen sicher zur Wahl.

Wie angekündigt, wählt die homo.net Redaktion geschlossen Die PARTEI. Wir meinen das ernst. Wenn ziemlich sicher Martin Sonneborn und vielleicht auch Nico Semsrott im EU-Parlament sitzen, besteht die Gefahr, dass in der EU die Demokratie eingeführt wird. Gut für die Bürger, gefährlich nur für die Reichen, Mächtigen und Schwulenfeindlichen.

Bei der EU-Wahl gibt es keine 5-Prozent-Hürde. Jede Stimme zählt. Auch Deine!

Wählen gehen. Unbedingt!
Jan
Webmaster
vom homo.net Team

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