Trauriger Trend
homo.net Info vom 18. September 2025
von Webmaster Jan
Burkina Faso kriminalisiert gleichgeschlechtliche Beziehungen. Das neue Personen- und Familiengesetz sieht dafür Haftstrafen von zwei bis fünf Jahren sowie Geldstrafen vor. Ausländer werden im Wiederholungsfall des Landes verwiesen. Zudem sieht das Gesetz Gefängnis- und Geldstrafen für Verhalten vor, das homosexuelle und ähnliche Praktiken fördern könnte.
Bisher war Homosexualität in Burkina Faso nicht verboten. 1960 wurde Obervolta, so hieß Burkina Faso bis 1984, von Frankreich unabhängig. Die neuen Machthaber hatten deshalb keine homophoben Kolonialrechte geerbt. Trotzdem folgt das Land jetzt dem traurigen Trend, der immer mehr afrikanische Staaten erfasst.
Anfang des Monats brauchten die 71 Parlamentarier in Burkina Faso nur eine einzige Abstimmung, um 1.113 Artikel des neuen Personen- und Familiengesetzes zu verabschieden. Alle Abgeordneten waren anwesend, um es einstimmig zu beschließen, denn seit dem Militärputsch 2022 gibt es keine Opposition mehr.
Der Justizminister erklärte Homosexualität zu einem „bizarren Verhalten“. Das neue Gesetz wurde im Land kaum öffentlich diskutiert. In den offiziellen Medien wurden nur die wenigsten der 1.113 Artikel erwähnt. Homosexualität war nicht dabei.
Wann stoppen wir den Trend?
Jan
Webmaster
vom homo.net Team

