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Großer Penis? Echt nicht!

homo.net Info vom 19. Februar 2026
von Webmaster Jan

 

Von den offiziell 2.900 Olympiateilnehmern sind zwischen 41 und 49 offen LGBT. Das entspricht knapp anderthalb Prozent. Selbst wenn man konservativ annimmt, dass fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung homosexuell sind, heißt das: Nur ein Bruchteil der Sportler ist geoutet.

Da ist noch viel Platz nach oben und wir sollten aufhören, Trippelschritte als Meilensteine zu bewundern. Erst wenn mehr als die Hälfte der schwulen Athleten offen und ehrlich mit ihrer sexuellen Orientierung umgeht, wären wir endlich auf einem guten Weg.

Andere Medien, andere Sitten. Unsere Kollegen von maenner.media berichten von „Penisgate“ bei Olympia.

„Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) untersucht aktuell Vorwürfe über mögliche Hyaluronsäure-Injektionen im Genitalbereich von Skispringern. Ziel soll es gewesen sein, bei der Körpervermessung für Wettkampfanzüge größere Maße zu erzielen und dadurch aerodynamische Vorteile zu erlangen.“ Immerhin können beim Skispringen schon wenige Zentimeter über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Im Falle von „Penisgate“ ist die Lösung jedoch viel trivialer: Die Berliner Bild-Zeitung hat den angeblichen Skandal mit den angefüllten Riesendödeln erfunden. Von dort ging dann die ganz offensichtliche Zeitungsente um die Welt und fand über heavy.com ihren Weg zurück nach Berlin.

Wie so etwas funktioniert, erklärt niemand plastischer als Marc-Uwe Kling, ja, der mit dem Känguru. Er fragt: „Null und eins macht Kunst?“ Man würde am liebsten andauernd laut lachen, wenn es nicht eigentlich zum Heulen wäre! Link in der Quellenangabe.

Weshalb ich versehentlich nicht auf die Ente hereingefallen bin, ist schrecklich einfach zu erklären: Ich hatte keine Ahnung, wie viele Menschen allein in Deutschland etwas mit Hyaluronsäure und anderen Füllern anstellen.

Völlig Ahnungslos musste ich lernen, dass Hyaluronsäure-Filler in Deutschland längst kein Nischenphänomen mehr sind, sondern ein etablierter Bestandteil der ästhetischen Medizin. Mit einem Anteil von etwa 28 Prozent hat Deutschland den mit Abstand größten Anteil am europäischen Markt, mehr als jedes andere Land. Und die Nachfrage wächst weiterhin.

Das Problem dabei ist: Filler können Menschen zwar attraktiver wirken lassen, aber nur, wenn sie gut gemacht sind, merkt man sie nicht. Denn „natürlich“ schlägt „perfekt“ – fast immer.

Männer machen derzeit erst etwa 10 bis 12 Prozent der Schönheit suchenden Freaks aus. Sie sind eben doch das schönere Geschlecht. Die anderen müssen sich schminken, sich mehr auffüllen lassen und sich viel aufwändiger kleiden, um schön zu wirken.

Männer (insbesondere Schwule) diskutieren kosmetische Eingriffe jedoch deutlich stärker. Gerade in Communities, die einen starken Fokus auf das Aussehen legen, Dating-Apps nutzen und sich mit Medienidealen vergleichen, wird mehr über kosmetische Optionen gesprochen, weil das Thema emotional relevant ist.

Und genau da setzt die Bild-Zeitung mit ihrem Sexskandal im olympischen Kampf um jeden Millimeter an. Viele plappern es einfach nach, wie die Mär vom schwulsten olympischen Wettkampf aller Zeiten.

Natürlich währt am längsten
Jan
Webmaster
vom homo.net Team

 

Quellenangabe

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