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95-95-95 ohne Tempolimit

homo.net Info vom 4. Dezember 2025
von Webmaster Jan

 

Kurz vor dem Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember hat das Robert-Koch-Institut (RKI) seine jährliche Schätzung der HIV-Zahlen für das Jahr 2024 vorgelegt. Das Ergebnis ist ernüchternd: „Die geschätzte Anzahl der nicht diagnostizierten Infektionen ist nach einem längeren Rückgang wieder gestiegen.“

Bereits vor fünf Jahren hat UNAIDS das 95-95-95-Ziel für 2025 formuliert:

1. Mindestens 95 % der Menschen mit HIV kennen ihren Status.
2. Mindestens 95 % von ihnen erhalten eine Behandlung.
3. Mindestens 95 % der Behandelten haben eine unterdrückte Viruslast.

Nach einem längeren Rückgang ist die Zahl der nicht diagnostizierten HIV-Infektionen wieder gestiegen. Der Anteil der diagnostizierten HIV-Infektionen liegt mit etwa 92 Prozent weiterhin auf einem zu niedrigen Niveau.

In seinem Bericht schreibt das RKI: „Somit wurde das erste von UNAIDS formulierte Ziel, dass 95 Prozent der Menschen mit HIV diagnostiziert sind, in Deutschland auch im Jahr 2024 nicht erreicht.“

Die Gründe dafür sind vielfältig, haben aber eines gemeinsam: Sie sind alle vermeidbar. Australien macht es allen anderen Ländern vor. Dort ist man schon seit Jahren fast am Ziel, HIV auszurotten.

Was wir laut RKI nicht haben, aber brauchen:

PrEP für ALLE mit HIV-Risiko: In ländlichen Regionen ist das noch längst nicht der Fall. Betroffen sind auch Menschen ohne Krankenversicherung, Frauen, Drogenabhängige und Gefängnisinsassen.

Testangebote für ALLE mit HIV-Risiko: Drogenabhängige, Heteros, Obdachlose, Kleinstädter und Dorfbewohner sind vom Mangel besonders betroffen.

In England wurde bereits 2022 in Notaufnahmen gefährdeter Regionen die Opt-out-Testung eingeführt. Wer nicht widerspricht, wird routinemäßig getestet und effektiv diagnostiziert. Deutschland prüft noch und bedarf weiterer Prüfung. Doch der Bedarf ist jetzt da.

Testangebote von ALLEN: Auch Hausärzte, Internisten, Infektiologen, Gynäkologen und Suchtmediziner sollten testen und PrEP anbieten.

Therapie für ALLE mit HIV: Besonders betroffen sind Menschen ohne Papiere, ohne Versicherung, ohne Wohnsitz und ohne Geld.

Wir diskutieren lieber über das Stadtbild, statt es mit Baumaterial, Farbe und Fleiß zu sanieren. Wir ertragen Engpässe bei der PrEP Versorgung statt in Indien per Internet unbürokratisch beliebige Massen Pillen weit unter den deutschen Preisen zu bestellen. Wir würden uns lieber ins Knie bohren, als einem Unversicherten, Wohnungslosen, Asozialen, Drogi unbürokratisch und kostenlose PrEP zu geben.

Wir ballern unsere Ärzte mit Bürokratie zu, verhindern aus Datenschutzgründen, dass sie Handys für ihre Praxis anschaffen, dulden noch immer Rezepte auf Papier, die nur bei persönlicher Anwesenheit überreicht werden können und noch nicht einmal gefaxt werden dürfen.

Eine Packung Vitamin D kostet in der Apotheke 10,20 Euro, in der Drogerie hingegen nur 1,20 Euro. Wenn PrEP auch in der Drogerie erhältlich wäre, würden sich dann weniger Menschen mit HIV infizieren, sich dafür aber mehr Menschen totvögeln? Mit gesundem Menschenverstand ist das sehr, sehr unwahrscheinlich. Nur würden dann Drogisten mit einem geringen Gewinnen den gigantischen Verdienst von ALLEN schmälern, die jetzt am kaum noch bezahlbaren Gesundheitssystem verdienen.

Das Land von Robert Koch sollte Australien und England links liegen lassen können und locker schlagen. Beim Corona-Impfstoff waren wir doch auch die Ersten!

Deutschland muss zurück auf die Überholspur beim Ausrotten von HIV!

Bei HIV ohne Tempolimit
Jan
Webmaster
vom homo.net Team

 

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