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40 warme Berliner

homo.net Info vom 11. Dezember 2025
von Webmaster Jan

 

In 40 Jahren haben sie 1,5 Millionen Dokumente und Objekte sowie über 25.000 Bücher zusammengetragen. Dank dieses gigantischen Archivs wurde das Schwule Museum (SMU) in Berlin zu einer der größten und bedeutendsten Sammlungen schwuler Geschichte.

Von der Federboa bis zu den Justizakten zu Paragraf 175 ist hier alles zu finden. Spender werden ermutigt: „Ihr habt eine Dildo-Sammlung? Bringt sie uns!“

Am 6. Dezember 1985 wurde der „Verein der Freunde eines Schwulen Museums in Berlin e.V.“ gegründet. Damals noch in den Räumen der Allgemeinen Homosexuellen Arbeitsgemeinschaft (AHA) in der Friedrichstraße legten Aktivisten den Grundstock für die Museumsbibliothek und das Archiv. Hier fand auch 1986 die erste Ausstellung statt: „Igitt – 90 Jahre Homopresse“.

Ein Jahr später wurde das 750-jährige Gründungsjubiläum Berlins gewaltig gefeiert. Das Schwule Museum feierte frech und selbstbewusst „750 warme Berliner“.

Ehrenamtliche Helfer haben von Beginn an das SMU geprägt. Öffentliche Gelder gab es erstmals im Jahr 2009, überwiegend dafür, dass der Vereinsname gegendert wurde. Der Versuch, auch das Schwule Museum umzubenennen, ist glücklicherweise bisher gescheitert.

Das Schwule Museum ist nach 40 Jahren längst ein bedeutender Teil der eigenen schwulen Geschichte. Aber für eine entsprechende Ausstellung müssen mühsam Spenden eingesammelt werden. Es kann also noch eine Weile dauern, bis das Geld reicht, um die eigene Geschichte übersichtlich zu präsentieren.

Besonders die Digitalisierung der gewaltigen Bestände kommt nur schleppend voran. Der Senat spart – zur Förderung der allgemeinen Digitalisierung – besonders an Programmierern. Ob sich das in den kommenden 40 Jahren ändern wird?

In 40 Jahren hat sich das Schwule Museum von einem marginalisierten Selbsthilfeprojekt zu einer weltweit anerkannten Gedächtnisinstitution entwickelt.

https://gay-szene.net/Schwules_Museum.html

Unbedingt besuchenswert
Jan
Webmaster
vom homo.net Team

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