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Rosebud

homo.net Info vom 19. März 2026
von Webmaster Jan

 

Mit seinem letzten Atemzug haucht der Milliardär und Zeitungsmagnat Charles Foster Kane ein einziges Wort in die Stille: „Rosebud“. Eine Gruppe von Reportern begibt sich auf die Suche nach der Bedeutung dieses Wortes und stößt dabei auf ein Leben zwischen unermesslichem Reichtum, Einsamkeit und der Sehnsucht nach etwas längst Verlorenem. „Citizen Kane“ ist der geniale erste Film von Orson Welles aus dem Jahre 1941.

Rosenknospe, aber auch Anfang, innerstes Geheimnis, Kindheitserinnerung: „Rosebud“ – welch ein wunderbare doppeldeutiges Wort für diesen Film. Die Auflösung des Rätsels in den letzten Sekunden des Films ist nach all dem Bühnenzauber genial banal. Du hast den Film noch nie gesehen? Dann wird es aber Zeit!

Die Jungs von GayShopTotal.com benutzen Rosebud dagegen als klassischen Pseudo-Anglizismus und meinen damit den Anus, die Hintertüre oder medizinisch korrekt die Rosette – Deine Rosenknospe halt.

Im Englischen existieren all diese Synonyme nicht. Aber die Engländer gehen ja auch ins Innenministerium, wenn sie im Homeoffice arbeiten, bevorzugen Take-away-Kaffee und nicht den aus Togo und verwalten das bald Grundsicherung genannte Bürgergeld (welch ein echter sozialer Fortschritt!) nicht im Jobcenter, sondern ihren „Universal Credit“ im „Department for Work and Pensions“.

Als Penäler lernten wir: „I make myself me nothing, you nothing out of the powder.“ (Ich mache mich mir nichts, dir nichts aus dem Staub.) Das Englisch unserer Politiker ist heutzutage schon fast genau so gut wie unser früheres Englisch, damals auf der Penne. Ob sie „Frühstücksspeck der Hoffnung“ (bacon of hope) verbreiten (Annalena Baerbock), „We will end this war“ versprechen (Olaf Scholz) oder gar „We are not amused“ verkünden – einem Klassiker aus Brüssel – oft liegen sie völlig daneben mit ihren denglischen Ergüssen.

Zurück zu unseren Jungs von GayShopTotal.com und ihrem „Rosebud“, alias „Buttplug“, dem denglischen Begriff für Analstöpsel. Sie haben sich den Namen sicher nicht ausgedacht, sondern von den Lieferanten abgeschrieben, die da glauben: „Denglisch währt am längsten!“

Frei nach Shakespeare: „Was uns Rose heißt, wie es auch hieße, würde lieblich duften.“ (Romeo). Was uns Rosebud heißt, wie es auch hieße, würde prachtvoll unsere Rosette zieren.

Besonders auf der nächsten Nacktparty kommt Dein Rosebud im Po imposant daher, glitzert und funkelt zur Hintertür heraus und ist öffentlich zur Schau gestellt die Attraktion der ganzen Party.

Aber bitte kein „Public Viewing“ damit abhalten, denn was für den Deutschen die Liveübertragung einer Sportveranstaltung ist, ist für den Engländer die Aufbahrung einer Leiche. Das ist bei zünftigen Sexpartys eher unüblich.

Hoch lebe Hochdeutsch!
Jan
Webmaster
vom homo.net Team

 

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