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Ficken war gestern

homo.net Info vom 23. Juli 2026
von Webmaster Jan

 

Hurra, es ist ein Junge. Zufall? Wohl kaum. „Mein Mann ist Papa geworden, und ich mit ihm“, freut sich Jens Spahn (46, CDU). Er und sein Gatte Daniel Funke (44) haben sich nach neun Jahren Ehe ihr erstes Baby, Georg, besorgt. Das frisch ausgebrütete Spahn-Ferkel wurde nach Spahns Vater Georg Spahn (1947 - 2024) benannt. Moralische Bedenken hat der erfahrene Doppelmoralisten zwar sicher keine, mögliche Empörungen werden trotzdem zerstreut mit Worten des großen deutschen Vordenkers Franz Beckenbauer: „Der liebe Gott freut sich über jedes Kind.“

Bundeskanzler Friedrich „Fritze“ Merz (70) gratuliert seinem Parteifreund zunächst herzlich. Auch er habe sich „persönlich gefreut“. Ein paar Wochen später, im ARD-Sommerinterview, hat er plötzlich nur noch das Wohl des Kindes im Blick. Er habe dem Kind zunächst einmal viel Glück gewünscht. Seither reden alle nur noch über einen Rücktritt wegen Doppelmoral.

Doch Jens Spahn ist weder zurückgetreten noch zurückgetreten worden. Das wandelnde Stehaufmännchen hat in den vergangenen Jahren mindestens drei bis fünf deutlich größere Skandale überlebt: die Maskenaffäre, die Verfassungsrichterwahl, die Wehrpflichtdebatte, seine Villa, seine Freundschaft mit dem zweifachen Leihmutterschaftsbenutzer Peter Thiel (58) und viele versenkte Milliarden Staatsknete. Ausgerechnet an einer privaten Angelegenheit, ungehörig aber legal, sollte seine Karriere scheitern?

Väterchen Spahn ist in den legalen „Mutterschaftsurlaub“ gegangen. Er hat seine Arbeitsbelastung minimiert und als Doppelverdiener lediglich ein paar Tausend Euro der zusätzlichen Bezüge als Fraktionschef eingebüßt. Gleichzeitig hat er sich aus der Schusslinie gebracht – pünktlich, bevor die CDU die nächsten drei Landtagswahlen erwartungsgemäß vergeigt. Das Bundestagsmandat behält er, die Bezüge fließen weiter.

Wer jetzt glaubt, Jens Spahn sei politisch erledigt, sollte einen Blick auf Friedrich Merz werfen. Der galt nach seinem Rückzug ebenfalls als abgeschrieben und wurde fast zwanzig Jahre später doch noch Bundeskanzler. Solange Spahn sein Bundestagsmandat behält und über ein starkes Netzwerk in der CDU sowie bei und unter seinen Freunden, den Milliardären in den USA, verfügt, bleibt ein Comeback sehrwohl möglich.

Nicht Skandale entscheiden über politische Karrieren, sondern Mehrheiten. Wer die behält, kann auch nach einem „Mutterschaftsurlaub“ zurückkehren. Gerade erst verlor einer der Maskenlieferanten einen Prozess über rund eine halbe Milliarde. Die Reform des Leihmutterschaftsrechts liegt ohnehin längst in der Luft. Bereits 2024 empfahl die Ampel-Kommission eine Öffnung für altruistische Fälle.

Spätestens wenn Georg in die Schule kommt, hat Spahn wieder Zeit für die Politik. Wenn bis dahin das Leihmutterschaftsrecht reformiert wurde, war er am Ende vielleicht gar nicht der Heuchler, sondern der mutige Vorreiter einer modernen Familienpolitik.

Heute wird Familienpolitik gemacht und über ihre Regeln erst danach gestritten. Leihmutterschaft ist in Amerika längst ein Milliardenmarkt der weiter wächst. Dass Deutschland diese Entwicklung dauerhaft verbietet, ihre Ergebnisse aber gleichzeitig rechtlich anerkennt, erscheint auf Dauer kaum vorstellbar. Frauenrechtlerinnen fordern bereits ein Recht der Frau auf die freie Verfügung über ihren eigenen Körper.

Ficken war gestern. Heute lässt man sich Kinder bequem in Ländern austragen, in denen Armut und wirtschaftlicher Druck genügend Frauen dazu bewegen, ihren Körper zu vermieten. Morgen wollen vielleicht auch hier emanzipierte Frauen ihre Menschenwürde verkaufen – für ein paar Krümel vom Milliardenkuchen.

Legal aber unmoralich
Jan
Webmaster
vom homo.net Team

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